Ke$ha - Warrior - Cover
Große Ansicht

Ke$ha Warrior


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
3/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Abfall der letzten Partynacht muss weg! Kann mal jemand die Müllabfuhr rufen?

Anfang 2010 debütierte die amerikanische Popsängerin und Songschreiberin Kesha Rose Sebert (25) mit ihrem Soloalbum „Animal“ (02/2010) sowie der erfolgreichen Single „Tik Tok“. Später folgten die reichlich überflüssigen und in viel zu schneller Abfolge auf den Markt geworfenen Kommerz-Wurmfortsätze „Cannibal“ (11/2010) und „I Am The Dance Commander. I Command You To Dance: The Remix Album” (03/2011), bevor Ruhe um das „ich wäre so gern wie Lady Gaga”-Girlie eintrat.

Noch ist das Jahr 2012 nicht beendet, aber Ke$ha ist wieder da! Gerade noch rechtzeitig für das wichtige Weihnachtsgeschäft, hievt die 25-Jährige ihr zweites vollwertiges Werk, „Warrior“, das im selben Stil wie „Animal“ erklingt, auf die Verkaufstheke. Zusammen mit Dr. Luke (Lukasz Gottwald), der u.a. schon den Damen Katy Perry, Rihanna, Nicki Minaj, Avril Lavigne, Kelly Clarkson, P!nk, Britney Spears, Miley Cyrus, Alexis Jordan und Jessie J mit seinen Songs und Produktionen auf die Hitparadensprünge half (er ist eben ein echter Frauenversteher, dieser Herr Gottwald!), wurde ein schnellverdaulicher Dance-Pop-Cocktail angerührt, der so authentisch ist, wie Bregenwurst im Sterne-Restaurant.

Popsongs, bei denen Dr. Luke seine Finger im Spiel hat, klingen weitgehend gleich und schieben die Erfolgskomponenten lediglich von Künstlerin zu Künstlerin hin und her. So klaut Ke$ha bei sich selbst („Die young“), greift gleich mehrfach bei Katy Perry in die Schublade („C´mom“), lässt ein wenig die Jessie J raushängen („Thinking of you“), macht auf Nicki Minaj („Crazy kids“), imitiert Kelly Clarkson („Wonderland“) und versucht gezielt zu provozieren, indem sie Iggy Pop zum Duett bittet („Dirty love“), in dem der 65-Jährige zu einer peinlichen Randnotiz verkommt.

Was zur Hölle ist nur aus dem einstigen Rockstar (The Stooges) geworden, dass er sich auf solche Dinge einlässt?! Denn viel schlimmeren Plastik-Pop ohne Herz und Seele kann ein Longplayer wirklich nicht mehr bieten. Ke$ha agiert auf „Warrior“ wie eine unsympathische Autotune-Marionette, die den Produktionsabfall ihrer oben genannten Kolleginnen aufbraucht und auch noch für jeden Track Songwriting-Credits bekommt. Unfassbar. So schlimm kann Popmusik tatsächlich sein.

Anspieltipps:

  • Die young
  • Where you are
  • Thinking of you
  • Love into the light
  • Only wanna dance with you

Neue Kritiken im Genre „Pop“
6.5/10

Dancing With The Devil: The Art Of Starting Over
  • 2021    
Diskutiere über „Ke$ha“
comments powered by Disqus