Kasey Chambers - Wreck And Ruin - Cover
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Kasey Chambers Wreck And Ruin


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 34 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Country aus dem Herzen Australiens: Kasey Chambers und Shane Nicholson im Duett.

Kasey Chambers gehört zu den Country-Stars Australiens. Bekannt wurde sie durch die Dead Ringer Band, die ihre Eltern bereits 1986 gründeten. Bis zur Trennung 1998 erzielte die Familie so zahlreiche Erfolge, u.a. sieben Goldene Gitarren. Direkt im Anschluss startete Kasey ihre Solokarriere, der sie bis heute erfolgreich nachgeht. Sechs Studioalben umfasst ihre bisherige Diskografie, die in ihrer Heimat komplett mit Platin veredelt wurde. Nun legt sie mit „Wreck And Ruin“ einen neuen Longplayer nach, auf dem sie gemeinsam mit Ehemann Shane Nicholson zu hören ist. Shane selbst verfolgt ebenfalls eine in Australien und den USA erfolgreiche Solokarriere, ist seit dem ersten Duett „Designed to Fade“ (aus „It's A Movie“ 2002) allerdings auch immer wieder mit Kasey zu hören.

Musikalisch eröffnet sich auf „Wreck And Ruin“ Countrymusik in ihrem klassischen Sinn. Instrumentierung (Akustikgitarren, Banjo, Geige), gewisse Melodieabfolgen und Rhythmen verwurzeln deutlich und tief in diesem Genre. Die Leichtigkeit, die dagegen in der Nu-Country-Bewegung von Vertretern wie Lady Antebellum oder Taylor Swift verkörpert wird, fehlt dem Ursprungsgenre leider immer wieder. Und doch kann man der Musik des Ehepaars einen gewissen Charme nicht ganz abschreiben. Man wird dabei gedanklich einfach nicht in die typischen Truck Stop-Szenarien, sondern vor allem durch in den Songs belassene Unterhaltungen der Musiker eher in einen Barauftritt in der Heimat des Countrys – Nashville – versetzt. Genau dieses Gefühl ist es, was der Musik ihre Ecken und Kanten gibt und dabei nicht langweilig werden lässt. Der Kontrast aus Shanes weicher, samtiger Stimme und Kaseys einzigartiger Klangfarbe bilden dabei genau die nötigen Reibungspunkte und Harmonien, um den Künstlern einen gewissen Wiedererkennungswert zu verschaffen.

Nach einem musikalischen Ehegelübde („'Til Death Do Us Part“) besingen die Beiden auf dem Longplayer zwei grundsätzliche Motive: die Höhen und Tiefen des Lebens („Wreck And Ruin“, „The Quiet Life“) oder christliche Motive („Adam And Eve“, „Have Mercy On Me“). Dabei kann es auch durchaus mal lustiger und schneller zugehen („Flat Nail Joe“, „Sick As A Dog“), was für den nötigen Pepp sorgt. Insgesamt bekommt das Album so einen sehr persönlichen Charakter, da man nicht ganz das Gefühl los wird, dass die Songs direkt aus den Herzen der Musiker entstammen.

Kasey Chambers und Shane Nicholson ist mit „Wreck And Ruin“ eine solide Kollaboration gelungen, die sich im Country verwurzelt und auch keine Ausbrüche aus dem Genre versucht.

Anspieltipps:

  • 'Til Death Do Us Part
  • Adam And Eve
  • Your Sweet Love
  • Have Mercy On Me

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