Rea Garvey - Can´t Stand The Silence: The Encore - Cover
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Rea Garvey Can´t Stand The Silence: The Encore


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Can't Stand The Silence: The Encore“ bringt das Solodebüt des Iren mit Zugaben zurück auf die Ladentische.

Bei Veröffentlichung seines Solodebütalbums „Can't Stand The Silence“ (09/2011) war Rea Garvey hauptsächlich noch durch seine Funktion als Frontmann der seit 2010 getrennten Band Reamonn bekannt. Den Song „Supergirl“ kennt dabei wahrscheinlich jeder, was es nicht allzu schwierig macht, sich die Stimme des Sängers ins Gedächtnis zu rufen. Seit November 2011 ist er außerdem als Coach der deutschen Version des Formats The Voice zu sehen, das am 18.10.2012 nun in die zweite Staffel geht.

In Deutschland ist „Can't Stand The Silence“ inzwischen mit Gold veredelt worden, konnte sich 37 Wochen in den deutschen Charts halten und dabei bis auf Platz 11 klettern. Eigentlich eine gute Grundlage, auf der man mit weiteren Erfolgen aufbauen könnte. Doch für Rea Garvey scheint die Episode „Can't Stand The Silence“ noch nicht ganz abgeschlossen. So entstanden nach Veröffentlichung des Silberlings weitere Tracks, die ebenfalls in der Tradition des Debüts standen und damit für den Wahlberliner noch Teil dieses Albums werden sollten. Daher veröffentlicht er nun den Longplayer mit „Can't Stand The Silence The Encore“ erneut, ergänzt durch fünf brandneue Songs.

„Wild Love“, gleichzeitig auch die erste Singleauskopplung (VÖ. 12.10.2012), begrüßt den Hörer mit starken Synthesizer-Klängen und fügt sich in seinem Klangbild mühelos in die Playlist der CD ein. Die schnelle Nummer besticht dabei mit einer Mischung aus Radiotauglichkeit und Klangbreite, die eher für die großen Stadien geschaffen ist. Mit „Love Someone“ legt er eine Rockballade nach, die durchaus Ansätze zeigt, unter die Haut gehen zu können. „Follow Your Heart“ besticht mit schnellen Rhythmen, einprägsamer Melodie und vor allem für Live-Auftritte durchaus nicht uninteressantem Hintergrund-Chor, dessen Umsetzung durch das Publikum man förmlich schon hören kann. Auch „Life Up Ahead“ entpuppt sich als Mid Tempo-Nummer mit balladesken Zügen. Schade nur, dass ein wenig die Ecken und Kanten fehlen, die dem Song auch eine entsprechende Langhaltigkeit oder Ohrwurmqualität gegeben hätten. „Rise Before You Fall“ gibt dem Silberling schließlich ein neues und durchaus dramatisches Ende. Allein das Intro des Songs zeigt dabei neue Seiten des Künstlers, was den Track auf seine eigene Art und Weise interessant macht. So präsentiert Rea Garvey zumindest eine große Überraschung mit den neuen Tracks, die dem Silberling durchaus neue Würze verleiht.

Mit „Can't Stand The Silence The Encore“ hat Rea Garvey das Rad bestimmt nicht neu erfunden. Er ergänzt sein Debütalbum mit Songs, die sich mühelos in das Gesamtgefüge einbetten lassen, ohne dabei die großen Wow-Nummern zu bieten, die man bereits bei erster Betrachtung vermisst hatte. Allein aufgrund des Klangbildes fühlt man sich auch ein wenig an überpolierten Pop im Stil von Bands wie u.a. Coldplay erinnert, dem zu oft Ecken und Kanten fehlen, um wirklich mit Einzigartigkeit und Wiedererkennungswert zu bestechen.

Anspieltipps:

  • Wild Love
  • Follow Your Heart
  • Rise Before You Fall

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