The Doors - Live At The Bowl ´68 - Cover
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The Doors Live At The Bowl ´68


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 71 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Hey, Mr. Lightman, I’m not kidding. Turn those fucking Lights down!”

Der Gig der Doors im berühmten Amphitheater The Hollywood Bowl am 5. Juli 1968 gehört zu den legendärsten Auftritten in der kurzen Geschichte der Band. Das Konzert wurde damals in voller Länge mitgeschnitten und gefilmt und im Laufe der folgenden Jahre in verschiedenen Konfigurationen auf den Markt gebracht, die aber nie das volle Vergnügen wiedergaben. Egal ob LP, CD, VHS Video oder DVD: Entweder war die Bild- und/oder Tonqualität nicht fehlerfrei oder das Material unvollständig (Kenner erinnern sich an die unsägliche 1987er Veröffentlichung von „Live At The Bowl ‘68“, die mit lediglich sieben Songs daherkam).

Diesem merkwürdigen Treiben wurde nun ein Ende gesetzt. Das weit über 40 Jahre alte Bild- und Tonmaterial wurde von Grund auf renoviert und erstmalig in vollständiger und korrekter Song-Reihenfolge für die Veröffentlichung auf CD, Vinyl, DVD, Blu-ray sowie als Download bereitgestellt. Doors-Stammproduzent Bruce Botnik (67) hat sich dazu die Multi-Track-Tapes vorgenommen und auf Grundlage modernster Techniken neu bearbeitet. Dadurch glänzen die Aufnahmen bei einem minimalen Restrauschen mit einem klar strukturierten räumlichen Klang.

Musikalisch zeigten sich The Doors an diesem Freitagabend von ihrer verspielten, improvisationsfreudigen Seite. Sie walzten Songs wie den Opener „When the music’s over“ oder auch das abschließende „The end“ (in dem Jim Morrison plötzlich von einem Grashüpfer zu erzählen beginnt) zu ellenlangen Jams aus und erfreuten sich an Details, wie das besonders herausgearbeitete Stampfen einer sehr schwer in Gang kommenden Diesellokomotive in „Back door man“.

Das dritte Doors-Studioalbum „Waiting For The Sun“ (11.07.1968) sollte kurz nach diesem Auftritt erscheinen und wurde im Schlepptau der Single „Hello, I love you“ das erste und einzige Nummer-eins-Album der Band. Ausgewählte Stücke der Platte hatten schon Platz im Live-Set der Doors gefunden (z.B. „The unknown soldier“ oder auch „Spanish caravan“) und erweiterten das Programm um einige Klassiker, die aus den folgenden Live-Sets nicht mehr wegzudenken waren.

Anspieltipps:

  • The end
  • Five to one
  • Moonlight drive
  • Back door man
  • The unknown soldier
  • Alabama song (whiskey bar)

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