Celtic Woman - Home For Christmas - Cover
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Celtic Woman Home For Christmas


  • Label: Manhattan Records/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Weihnachtszeit ist eingeläutet: Celtic Woman veröffentlichen ihren zweiten Weihnachtslongplayer „Home For Christmas“.

Es weihnachtet einmal mehr – natürlich wie in jedem Jahr früher als zuvor. Lebkuchen und Spekulatius stehen bereits seit Anfang September in den Läden und warten darauf, gekauft zu werden. Denn schließlich liegt ihr Haltbarkeitsdatum sogar noch vor dem eigentlichen Weihnachtsfest. Und auch die Läden rüsten so langsam auf, dekorieren noch bevor die Halloween-Deko ganz verschwunden ist, bereits zusätzlich mit Tannenzweigen und Christbaumkugeln. Da darf natürlich auch der Musikmarkt nicht fehlen. Den Anfang machen in diesem Jahr unter anderem die Celtic Woman mit ihrem zweiten Weihnachtsalbum „Home For Christmas“.

Die Celtic Woman sind ein 2004 gegründetes Quartett aus Irland. Sie verwurzeln sich musikalisch stark in ihrer Heimat und arrangieren ihre Stücke entsprechend ganz nach keltischer Tradition. Chloë Agnew (Gesang), Lisa Lambe (Gesang), Méav Ní Mhaolchatha (Gesang) und Máiréad Nesbitt (Violine) arrangieren nun ganz ihrem Stil getreu große Klassiker der Weihnachtsmusik neu. Schon der titelgebende Track und Opener des Albums „I'll Be Home For Christmas“ verzaubert mit typischer Violinnote im Intro. Der zarte Gesang Lisa Lambes schafft dabei die verträumte Stimmung aus Sehnsucht und Herzschmerz, die den Titel ausmachen. „Hark The Herald Angels Sing“ besticht mit großer Instrumentierung und dem Harmoniegesang der drei Sängerinnen, die sich durch den gesamten Longplayer ziehen und eindeutig zu den Stärken der Künstlerinnen gehören.

Natürlich dürfen auf einem solchen Weihnachtsalbum auch die ganz großen Klassiker nicht fehlen. Mit „Silent Night“ präsentieren sie das Weihnachtslied, das man an keinem Weihnachtsabend missen möchte. Ohne großen Schnickschnack stehen dabei die Stimmen im Vordergrund, so dass eine besinnliche Version des Titels entsteht ohne langweilig zu sein oder sich zu sehr aufzudrängen. Auch „Adeste Fideles“ und „Joy To The World“ sind ähnlich arrangiert und erinnern dabei durch kleine Schnörkel in den Gesangslinien immer wieder daran, dass keltische Einflüsse auf die Musik wirken durften.

„Santa Clause is Coming To Town“ oder „We Wish You A Merry Christmas“ zählen zu den etwas schnelleren Songs des Longplayers, die ihr Tempo nicht nur aus gut akzentuiertem Gesang, sondern vor allem effektiv platzierten Violinlinien ziehen. Effektiv eingesetzte Chorarrangements („We Wish You A Merry Christmas“, „Adeste Fideles“, „Joy To The World“) runden die Songs ab und verleihen dabei gleichzeitig zusätzliche Klanggewalt, die den Titeln selbst nur würdig ist.

Das Rad haben die Damen mit ihren Versionen der Weihnachtsklassiker leider nicht neu erfunden. Angesichts der Masse an Veröffentlichungen dieser Titel ist dies allerdings auch nur schwer zu erreichen und wahrscheinlich vom Publikum, das die Klassiker so hören will, wie es sie kennt, auch gar nicht unbedingt erwünscht. Die Aufgabe der besinnlichen Beschallung erfüllt der Longplayer auf ganzer Linie.

Anspieltipps:

  • I'll Be Home For Christmas
  • Adeste Fidelis
  • Auld Lang Syne

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