The Velvet Underground - The Velvet Underground & Nico (45th Anniversay Edition) - Cover
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The Velvet Underground The Velvet Underground & Nico (45th Anniversay Edition)


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 152 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Zum großen Jubiläum des düsteren Meilensteins ein fettes Box-Set. Man gönnt sich ja sonst nichts.

45 Jahre nach der Veröffentlichung des Debütalbums „The Velvet Underground And Nico” (03/1967) von Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker, Sterling Morrison und „Gastsängerin“ Nico, ist es mal wieder Zeit für eine neue Edition des düsteren Meisterwerks. Je nach Geldbeutel steht dazu eine Doppel-CD oder eine luxuriöse Monster-Box mit sechs Tonträgern und einem Fotoband zur Auswahl.

Neben dem Originalalbum im Stereo-Mix mit elf Songs (darunter Klassiker wie „I’m waiting for the man“, „Sunday morning“, „All tomorrow’s parties“, „Heroin“ oder auch „Venus in furs“) stehen sowohl auf der Doppel-CD als auch bei dem Sechsfach-Set die verschiedenen Entwicklungsphasen ab Januar 1966 in Andy Warhols The Factory im Vordergrund. Hier gibt es u.a. bis dato unveröffentlichte Proberaumversionen von „Heroin“, „Crackin‘ up/Venus in furs“ und „There she goes again“ zu hören. Das Originalwerk wurde darüber hinaus um fünf alternative Versionen erweitert, die sich zum Beispiel im Sound Mix unterscheiden.

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Eine der interessantesten Facetten des Albums ist der Gesang von Nico. Das Kölner Fotomodell (bürgerlicher Name Christa Päffgen) wurde auf zarten Druck des New Yorker Pop-Art-Künstlers Andy Warhol, der das berühmte Bananen-Cover entwarf und als großer Förderer der Band galt, in die Gruppe aufgenommen. Doch nur zwei Monate nach der Veröffentlichung von „The Velvet Underground And Nico” verließ die mindertalentierte Sängerin die Band wieder. Nicos Gesangvorstellung in Stücken wie „All tomorrow’s parties“ (mit bemühter Grabesstimme) oder auch „Sunday morning“ gehört sicher zu den schrägsten Elemente des Albums, das sich inhaltlich mit Themen wie Drogensucht und Sadomasochismus befasst und in seiner ganzen Art als großer Einfluss auf nachfolgende Rockbands zu werten ist.

So gehören z.B. die Vertonung eines wilden Drogenrauschs in dem sich ständig stärker aufschaukelnden „Heroin“ oder das angespannte Warten auf seinen Dealer in dem mit nervösem Piano-Hämmern unterlegten „I’m waiting for the man“ zu den coolsten und eindringlichsten Performances in der Rockmusik der 60er Jahre, die in diese Deluxe Version mit den am 25. April 1966 aufgezeichneten „Scepter Studio Sessions“ mit neun der späteren elf Albumtracks noch einen zusätzlichen Kult-Bonus erhalten.

Anspieltipps:

  • Run run run
  • Sunday morning
  • There she goes again
  • All tomorrow’s parties
  • I’m waiting for the man

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