Dapayk Solo - Fenou Bouquet Vol. 2 - Cover
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Dapayk Solo Fenou Bouquet Vol. 2


  • Label: Mo´s Ferry/Rough Trade
  • Laufzeit: 75 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Dapayk ist wieder Solo unterwegs und mixt von Freunden für Freunde der Electro-Musik.

Labelchefs sind oft die Menschen mit der fragwürdigen Arbeitsbezeichnung Man in Charge. Die Verantwortung wiegt schwer und einer muss sie tragen, auch wenn sich dies oft nach Nichtstun anhört. Im Falle Dapayks kann davon jedoch keine Rede sein, da das Label bei Weitem nicht über die Größe und Mittel verfügt, lauter Bands bezahlen zu können, die keinerlei Platten abwerfen. „Fenou Bouquet Vol. 2“ ist damit nicht eine faule Aneinanderreihung der Musikerkollegen, sondern Werbung für den eigenen Verbleib. Gerade im Electro-Sektor, der eher auf Lounge als auf Tanzfläche ausgerichtet ist, handelt es sich hierbei um ein anspruchsvolles Unterfangen.

Mehr als ein halbes Dutzend Künstler werden zu gleichen Teilen in Originalfassungen und im Remix dargeboten und präsentieren dabei ihrerseits die Maxime der entspannenden Unterhaltung. Sie werben mit Elementen des Minimal und viel Lounge, und bis auf Sebastian Russell überzeugen auch alle Musiker in ihrer Disziplin. Während die anderen vorgestellten Interpreten auf repetitive Meditation zu stehen scheinen, übertreibt es Russell mit aufreibenden Soundschnippseln, die zum Überspringen der Tracks anregen. Ansonsten sind es besonders Kadebostan und der Chef selbst, welche für die leicht verdauliche Kost für Gelegenheitshörer sorgen.

„Fenou Bouquet Vol. 2“ bringt nicht viel Abwechslung mit sich, sondern ist vielmehr eine echte Überfrachtung an harmonischer Lounge-Kost. Dabei drängt sich dem Hörer geradezu das Gefühl auf, dass unter dem Label Dapayks zu viel Eintracht herrscht. Denn mit der fehlenden Diversität mangelt es im Endeffekt auch an großen Tracks, mit welchen sich Dapayk und Mitstreiter vom (guten) Mittelmaß abheben.

Anspieltipps:

  • Find Me (Sascha Braemer's Find Me Edit) – Dapayk feat. Camara
  • Simply – Moorye
  • Salome (Laolu Version) – Kadebostan & Laolu

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