Repent - Vortex Of Violence - Cover
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Repent Vortex Of Violence


  • Label: High Roller Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Hart, groovend, brachial und nonstop in die Fresse! Repent beweisen nach 20 Jahren Bandgeschichte, dass sie es immer noch drauf haben!

Mit 20 Jahren auf dem Buckel gehören Repent zwar nicht unbedingt zu den dienstältesten Vertretern des deutschen Thrash Metals, aber zusammen mit Bands wie beispielsweise Personal War zu Überlebenskünstlern, die nie die Charts stürmen konnten, aber in Fankreisen einen Kult- und Geheimtippstatus besitzen. Es gehört schon eine Menge Durchhaltevermögen und Herzblut dazu, wenn eine relativ alte Band wie Repent seit zwei Jahrzehnten konsequent ihr Ding macht. Umso schöner, dass sich die fünf Buben aus dem bayerischen Lauf den Spaß nach wie vor nicht verderben lassen. Auch ihre dritte Langrille „Vortex Of Violence“ ist dazu verdammt, ihre Käufer im Underground zu finden. Aber fuckin' hell: Repent sind immer noch hungrig, wütend und mit einer gehörigen Portion Spaß an der Sache am Start. Dafür heimsen sie eh schon mal einen ordentlichen Respekt-Bonus ein.

Streng genommen haben Repent diesen aber gar nicht nötig. Jürgen „Eumel“ Aumann (Gesang), Lutz Lohmann (Bass), Maxi Zimmerl (Schlagzeug) sowie Philip Rath und Martin "Heusi" Heusinger (beide Gitarre) sind zwar per se nicht die ältesten Hasen im Stall, aber alt genug, dass so mancher Jungspund noch was lernen kann. Den Titel „Vortex Of Violence“ machen die fünf Thrash Metaler dabei zum Programm. Zwölfmal bekommt der Hörer ordentlich eine auf's Maul. Auf Kompromisse oder sanftere Passagen verzichten Repent komplett und konzentrieren sich eher darauf, ihren Thrash Metal mit viel Groove, Speed und hyperschnellen Gitarrensoli in die Ohrmuscheln zu prügeln. Erinnerungen an (die frühen) Kreator oder Testament werden in Songs wie „Fragments Of Despair“, „Vengeance“ oder „Human Hell“ deutlich, während „The System Has Failed“ sowie der Opener und Titeltrack mit ihren technischen Ausrichtungen sogar haarscharf am Mathrock Marke Watchtower vorbei schlittern. Vervollständigt wird das Klangbild schließlich mit einer leichten Prise Hardcore (inklusive des Groove und der Cyco-Attitüde der Suicidal Tendencies), die als Mittel zum Zweck einer Nummer wie „Puppets Of Corruption“ einen ordentlichen Drive verleiht, allerdings nie so dominant wird, dass „Vortex Of Violence“ nicht mehr als waschechtes Thrash Metal-Album gelten könnte.

Genrefans, die Repent noch nicht kannten und die gerne mal über den Tellerrand des deutschen Dreiecks oder der Bay Area schauen, finden genau das richtige Fressen für den nächsten Ausflug in den heimischen Moshpit. Repent beherrschen ihr Handwerk natürlich nach wie vor und hauen mit „Vortex Of Violence“ ein starkes und ausgereiftes Output raus. Gerade die Abwechslung kommt nicht zu kurz. Selbst wenn so mancher Sound aus artverwandten Spielarten des Metals Einzug gewährt bekommt, verliert die Band zu keiner Zeit den roten Faden und bietet eine knappe Dreiviertelstunde Energie, Wut und Spielfreude. Ein Geheimtipp für Thrash-Jünger!

Anspieltipps:

  • Fragments Of Despair
  • The System Has Failed
  • Human Hell
  • Vortex Of Violence

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