Bruno Mars - Unorthodox Jukebox - Cover
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Bruno Mars Unorthodox Jukebox


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 35 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Album nach dem Millionenerfolg „Doo-Wops & Hooligans“. Wohin wird die Reise gehen?

Das Debütalbum des 27jährigen Hawaiianers Bruno Mars, „Doo-Wops & Hooligans“ (01/2011), gehörte in den vergangenen knapp zwei Jahren zu den absoluten Dauerbrennern in den weltweiten Verkaufscharts. Befeuert von unfassbar erfolgreichen Singleauskopplungen wie „Just the way you are“, „Grenade“, „The lazy song“ und „Marry you“, ging das Album bis dato mehr als sechs Millionen Mal über die Verkaufstheken und bescherte dem Newcomer u.a. einen Grammy und einen Brit-Award. Es gibt sie also tatsächlich noch, diese kleinen und großen Sensationen in der Popmusik. Sie werden nur immer seltener.

Aufgrund der immer noch anhaltenden Dauerbeschallung in Funk und Fernsehen mit Bruno-Mars-Songs aus seinem Debütalbum, haben wohl nur die wenigsten Hörer auf dem Zettel gehabt, dass kurz vor Torschluss des Musikjahres 2012 noch das Zweitwerk des Popstars erscheint. „Unorthodox Jukebox“ wurde vom Songwriter- und Produzententeam The Smeezingtons (Adam Lambert, B.o.B., Sean Kingston, Far East Movement, Sugababes, Kid Cudi, Alicia Keys) alias Bruno Mars, Philip Lawrence und Ari Levine geschrieben, produziert und aufgenommen und soll an den Erfolg von „Doo-Wops & Hooligans“ anknüpfen.

Dazu wurde der markanten Stimme des Herrn Mars wiederum ein Bündel höchst eingängiger Songs spendiert, die sich quer durch den Pop-Baukasten der vergangenen drei Dekaden arbeiten. Darin haben The Smeezingtons 70er und 80er Jahre Disco-Pop gefunden und aufgepeppt („Treasure“, „Moonshine“), an The Police gemahnenden Pop-Reggae-Sound neu aufgelegt („Locked out of heaven“), mit dezenten E-Gitarren getunten Pop-Rock, wie ihn auch Michael Jackson gerne auf seinen Alben unterbrachte, zusammengeschraubt („Gorilla”) und Pianoballaden á la Elton John in die Waagschale geworfen („When I was your man“). Die Frage ist nur: Reicht das?

Die Vorgabe der Eingängigkeit wird damit zwar erfüllt, doch es kann nicht verhehlt werden, dass die magische Anziehungskraft der „Doo-Wops & Hooligans“-Singles in den lediglich knapp 35 Minuten, die das Album lang ist, zu keiner Zeit erreicht wird. Das zeigt zum einen, dass auch The Smeezingtons nicht einfach so ein paar neue Welthits aus dem Ärmel schütteln können, und zum anderen, dass ein (Pop-)Album ohne Hits ganz schnell an die Wand gefahren werden kann - siehe Nelly Furtados Vollkatastrophe „The Spirit Indestructible“ (09/2012). Fazit: Hier lauert ein gewaltiger Flop!

Anspieltipps:

  • Natalie
  • Moonshine
  • Locked out of heaven
  • Money makes her smile

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