Rebekka Karijord - We Become Ourselves - Cover
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Rebekka Karijord We Become Ourselves


  • Label: Control Freak Kitten Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Schlichtheit und Komplexität, Zerbrechlichkeit und Stärke, Simplizität und Detailreichtum.

Rebekka Karijord gehört neben Susanne Sundfor oder Rebekka Bakken ebenfalls zu den Sternen, die uns aus den Nordländern erreichen. Sie ist in Norwegen geboren, lebt heute allerdings in Stockholm. Mit „We Become Ourselves” erscheint nun der Nachfolger von „The Noble Art Of Letting Go” (02/2011). Der Longplayer stellt gleichzeitig den Wechsel zum Major-Label RCA/Sony dar. In ihrer Heimat ist die Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin außerdem für zahlreiche Titel, die sie für Film, Fernsehen, Theater und Ballett schrieb sowie zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen bekannt.

Der Silberling wird mit „Prayer“ eröffnet und entführt den Hörer unmittelbar in verträumte Klangwelten, die vor allem klar machen, dass der Fokus bei Rebekka Karijord noch ganz auf handgemachter Musik liegt. Die Gesangslinien und damit ihre sanfte und auf eine Art klagende Stimme dominieren den Track und werden von minimaler und doch detailreicher Instrumentierung untermalt. Die Marschrute für die LP ist damit gesetzt. So entwickeln sich die Lieder mal fröhlich („Multicolored Humminbird“), mal mit viel Pepp („Use My Body While It's Still Young“), mal gefühlvoll („Prayer“) oder verträumt („Ode To What Was Lost“) und bilden damit ein harmonisches Ganzes, das kaum Wünsche offen lässt.

Dabei gestaltet sich vor allem die Instrumentierung als unglaublich abwechslungsreich und erzeugt damit immer wieder neue Atmosphären in den Songs. Gleichzeitig entstehen dadurch viele kleine Facetten und Details innerhalb der Musik, die es sich für den interessierten Hörer zu entdecken lohnt. Rebekka selbst spielte Klavier, Harfe, Orgel und Percussions ein und wurde durch Eric Nilsson (Schlagzeug, Percussion) und Anders Scherp (Gitarre, Bass, Percussion und Schlagzeug) ergänzt. Das Klangbild erweitert sich zudem durch Bass, Streicher, einen Männerchor, einen Knabenchor und diverse Bläser.

So knüpft Rebekka Karijord mühelos an ihre bisherige Diskografie an und präsentiert sich erneut mit einem äußerst starken Album. Sie besticht dabei mit einem Widerspruch aus Schlichtheit und Komplexität, Zerbrechlichkeit und Stärke, Simplizität und Detailreichtum.

Anspieltipps:

  • Prayer
  • Multicolored Hummingbird
  • Ode To What Was Lost

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