The Moons - Fables Of History - Cover
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The Moons Fables Of History


  • Label: Schnitzel Records/Rough Trade
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Überdurchschnittlich gut oder genial? The Moons schicken ihre Fans auf eine musikalische Zeitreise.

Wer in letzter Zeit auf einem Konzert des Oasis-Nachfolgers Beady Eye war, der hat sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon kennengelernt: The Moons. Alleine die Frisuren der fünf Herren hätten vermutlich ausgereicht, um Liam Gallagher als Verbündeten zu gewinnen. Aber da ist ja noch ihre Musik: Britpop in der zeitlosen Variante, gleichzeitig innovativ und retrospektiv, authentisch und eingängig. Nachzuhören übrigens auf ihrem 2010er Debütalbum „Life On Earth“, das zwar hierzulande alles andere als bekannt ist, in Großbritannien aber zumindest die Top 30 der Indie-Charts erreichen konnte. Es gibt für The Moons also noch einige Musikliebhaber zu erobern - ein Vorhaben, das mit ihrem Zweitwerk „Fables Of History“ unter einem ausgesprochen guten Stern steht.

Und das liegt nicht nur an der namenhaften Unterstützung: Kein Geringerer als Paul Weller, der schon am Debüt mitgearbeitet hat, ist auch diesmal wieder dabei und greift bei „Something Soon“ sogar zum Mikrofon. Gut ist er geworden, der Song mit dem „Godfather of Britpop“, aber nicht so mitreißend und abwechslungsreich wie der Opener „Be Not Me“, nicht so dezent und treffend wie die zweite Single „Jennifer (Sits Alone)“ und auch nicht so reizend wie „Forever Came Today“. „Yesterday has gone but tomorrow looks alright“, singt Andy Crofts, das Herz der Moons, in diesem Song, der wie die meisten Stücke auf „Fables Of History“ die Vergangenheit eben nicht vergisst, sondern sich freudig an ihr orientiert. So abgeschmackt diese Feststellung klingen mag, aber die Bands der „British Invasion“ lächeln den Hörer praktisch aus allen erdenklichen Richtungen an.

Dieser Eindruck verstärkt sich mit den stückweise anklingenden, leicht psychedelischen Momenten („English Summer“) und wird abgerundet durch den Gesang von Andy Crofts, der so schön retro klingt, wie man es sich für eine Band im Stile der Moons wünscht. Und wenn nach dem abschließenden, mit Streichern verfeinerten, einfach galaktischen „The First Goodbye“ tatsächlich alles vorbei ist, dann wird es entweder Zeit, mal wieder in die alten Beatles- und Kinks-Platten reinzuhören oder ruhigen Gewissens „Fables Of History“ gleich nochmal durchlaufen zu lassen.

Anspieltipps:

  • Be Not Me
  • The First Goodbye
  • Jennifer (Sits Alone)
  • Forever Came Today

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