The Walkabouts - Berlin - Cover
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The Walkabouts Berlin


  • Label: Glitterhouse Records
  • Laufzeit: 76 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Konzert in der deutschen Hauptstadt überzeugt auf der ganzen Linie: Vitalität und Spielfreude von einer der dienstältesten Bands im Indie-Pop-Business.

Nicht mehr wegzudenken sind The Walkabouts vom Label Glitterhouse und der aktuellen Musikszene. Nach beinahe 30 Jahren sind sie vitaler denn je und ihr letztes Studioalbum „Travels In The Dustland“ übertraf alle Erwartungen. Vitalität taugt auch als Stichwort für ihre Bühnenauftritte, in die sie sich förmlich hineinarbeiten und es immer wieder verstehen, die angeeignete Routine in Leidenschaft und Spielfreude zu überführen. Eine Kunst, die nicht allen alten Hasen im Bühnengeschäft gegeben ist.

Am 14. Juli 2012 durften sie im Berliner C-Club einen weiteren Beweis dieser Kunst antreten. An vorderster Front waren naturgemäß Carla Torgerson (Gesang, Gitarre) und Chris Eckman (Gesang, Gitarre) anzutreffen, die als Lead- oder Duett-Vokalisten überzeugten und abermals jene Originalität und Unverwechselbarkeit an den Tag legten, die sie von anderen abheben. Eigenschaften, die auch auf Paul Austin (Gitarre), Glenn Slater (Keyboards), Michael Wells (Bass) und Terri Moeller (Schlagzeug) zutreffen. Dabei sind es keineswegs nur die Einzelleistungen, sondern vielmehr die Interaktionen und das traumhafte Zusammenspiel, die an diesem und vielen anderen Abenden das Gesamtpaket schnürten.

Neben Walkabouts-Klassikern wie „The Light Will Stay On“, „Lazarus Heart“, „Jack Candy“ etc., sind es die wunderbaren Songs des letzten Albums Travels In The Dustland, die mehr als nur Füllmaterial sind. Gerade in den Live-Versionen wird deutlich, dass Songs wie „Rainmaker Blues“, „The Dustlands“, „Long Drive In A Slow Machine“, „Every River Will Burn“ und „Horizon Fade“ bald zu festen Bestandteilen auf zukünftigen Walkabouts-Konzerten werden können. Die Versionen in Berlin geben jedenfalls allen Anlass hierzu. Dem Konzert drei Tage später in Esslingen durfte der Rezensent persönlich beiwohnen und wurde Zeuge eines gleichfalls fulminanten Auftritts.

Das Album „Berlin“ repräsentiert so die Live-Auftritte einer reifen Band, die nichts an Leidenschaft und Spielfreude eingebüßt hat. Unnachahmlich sind nicht nur die Vocals, auch die in der härteren Gangart gespielten Songs, die zwar an Neil Young & Crazy Horse mahnen, jedoch einen typischen, nun ja Walkabouts-Stil verkörpern, der sich auch in den Balladen vergegenwärtigt. Dass sie ihren Stil immer wieder anreichern und erweitern, ist ihrer Neugier und Entdeckungsfreude geschuldet, die vor allem in der Person Chris Eckman hervortritt. Seine Projekte und Produzententätigkeit fließen natürlich auch in sein Wirken als Walkabout mit ein. Auch nach vielen Jahren muss einem um die Kreativität der Walkabouts nicht bange sein. Lassen Sie sich davon überzeugen, in dem Sie „Berlin“ und „Travels In The Dustland“ hören!

Anspieltipps:

  • The Light Will Stay On
  • Long Drive In A Slow Machine
  • Jack Candy
  • Horizon Fade
  • Grand Theft Auto

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