Pitbull - Global Warming - Cover
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Pitbull Global Warming


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 56 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Perfekte Musik für die Party. Für Nachhaltigeres ist der Rapper nicht zuständig.

Das Jahr 2011 war für den Rapper Pitbull das bisher erfolgreichste Jahr seiner Karriere: Mit „Give me everything tonight“ feat. Usher, „Rain over me“ feat. Marc Anthony und „On the Floor“ feat. Jennifer Lopez brachte er drei Single-Hits auf den Markt und sein Album „Planet Pit“ enterte weltweit die Charts auf hohen Positionen. Sein Mix aus absolut partytauglichem, funkigem, basslastigem Dance-Pop und dem dazugehörigen Pitbull'schen Latin-Sprechgesang sowie dem Gesang der Gäste erfreute nicht nur die Disco- und Clubgänger. Da lag es nahe, diesen Erfolg auszukosten und in diesem Jahr wieder ein neues - siebtes - Studiowerk zu veröffentlichen. Das Erfolgsrezept Kollaboration wird ausgereizt: Von den zwölf Titeln der Standard-Version werden elf durch Gastsänger unterstützt. Chris Brown, Christina Aguilera, Enrique Iglesias, Afrojack, Jennifer Lopez und Usher stehen natürlich auf der geheimen Wunschliste jedes Erfolgsproduzenten.

Auch ein Markenzeichen von Pitbull ist das Heraussuchen geeigneter Sound-Schnipseln: Von „Macarena“ beim Introsong „Global Warming“ über a-has „Take on me“ bis zu Sheryl Crows „All I wanna do“ reicht die Palette der geborgten Melodien. „Don't stop the Party“ ist das Motto der Platte: Es wird gefeiert bis der Arzt kommt und auf fröhliche Haudrauf-Beats getanzt. „Feel this moment“ ist nicht nur dank Aguileras guter Stimme ein echter Hitgarant, die Musik geht auch direkt in Tanzbein, wie so viele auf dieser Platte. „Back in Time“ wurde als „Men in Black 3“-Theme geadelt. Eine groovige Angelegenheit, die dank schneller Beats und des wieder geschickt ausgesuchten Samples im Ohr bleibt.

„Hope we meet again“ stellt die perfekte Symbiose der tanzbaren Musik von Pitbull und Chris Brown dar. Sicher nicht die Neuerfindung des Genres, aber dank der einfachen, eingängigen Melodie verfügt es über eine eingebaute Hitgarantie. R&B-Sänger Usher darf bei „Party ain't over“ zu computergenerierten Beats trällern, allerdings wurde hier eine zu einfache Formel genommen, die es etwas monoton klingen lässt. Ein wenig Abwechslung bringt „Drinks for you“ mit Gaststar Jenny Lopez, das etwas entspannter daherkommt und eher zum Chill-Out taugt. Dann aber wird mit „Have some fun“ gnadenlos weitergemacht: Der Bass pumpt unermüdlich, Pitbull rappt, der Gast steuert einen eingängigen Refrain bei und fertig ist der Partytrack.

Die sinnfreien Texte und die allgegenwärtige Feierstimmung sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Dennoch kann Pitbull auch jenseits der Cocktail-Disco-Fraktion punkten, denn seine Songs besitzen genügend Ohrwurmqualität. Würden allerdings nicht Aguilera oder Danny Mercer zwischendurch einprägsam singen, wären die Songs in geballter Form nur schwer zu verkraften. Doch so gelingt Pitbull der Spagat zwischen Haudrauf-Beats-Hits in Serie und etwas entspannteren HipHop- und R&B-Klängen, die für die nötige Abwechslung sorgen.

Fazit: Das ist perfekte Musik für die Party, für richtig Nachhaltiges ist der Rapper und Komponist Pitbull jedoch nicht zuständig. Dem Erfolg wird das dennoch keinen Abbruch tun.

Anspieltipps:

  • Hope we meet again
  • Feel this moment
  • Back in Time
  • Outta nowhere

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