Wu-Tang Clan - Wu-Block - Cover
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Wu-Tang Clan Wu-Block


  • Label: Module/Groove Attack
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wu-Tang Clan und D-Block machen gemeinsame Sache, ohne ihren Stil zu verändern.

Man fühlt sich schwer zurückversetzt in die 90er Jahre, wenn man der Kollaboration Wu-Block, bestehend aus den beiden bekannten amerikanischen Rap-Combos Wu-Tang Clan und D-Block, lauscht. Im Grunde zeichnen Ghostface Killah und Sheek Louch für die neuen Songs verantwortlich, doch haben sie sich neben zahllosen Produzenten sehr viele Gäste aus den genannten Rap-Kollektiven oder dem gesamten Black Music-Genre hinzugeholt: Jadakiss, Erykah Badu, Raekwon, Styles P, Masta Killa, GZA, Cappadonna, Method Man und Inspectah Deck gesellten sich gern zu den beiden federführenden Rappern ins Studio.

Diese Zeitreise in die so erfolgreiche amerikanische Rap-Epoche, die beide New Yorker Rap-Vereinigungen so gekonnt beherrschten, sollte man schon gehört haben. Viele Songs wie die flotten „Crack Spot Stories“, „Guns For Life“ oder das sehr basslastige „Pull Tha Cars Out“ schwelgen wie erwartet im Old-School-Sprechgesang, in den meisten Fällen als düsterer Street-Rap, wobei dieser immer im Vordergrund steht und die tiefen Beats dann dazu kommen. „Stella“ mit Altmeister Method Man ist eine etwas sanftere Angelegenheit, die durchaus überzeugt.

„Drivin Round“ fällt ebenso sehr positiv durch ausgesprochen entspannte Klänge auf, die Erykah Badu veredelt. Die einzelnen Songs mit oft originellen Soundschnipseln und interessanten Beats gefallen zeitweise, dennoch wäre es manchmal ein Segen, wenn die Protagonisten nicht so ausschweifend wortreich rappten und die Musik nicht zur Nebensache machten, so widersinnig das auch klingt. In geballter Form ist diese Zeitreise zwar aufschlussreich, dennoch gefallen die modernen HipHop-Arrangements der Konkurrenz inzwischen besser, weil sie einfach abwechslungsreicher komponiert sind und nicht so rap-dominant daherkommen.

Schade, das goldene Zeitalter des Old-School-Rap der New Yorker Combos scheint endgültig vorbei. Vielleicht hätten die Rapper statt zahlreicher Plattenfirmen, Modelabels, Soloprojekte und vieler anderer Firmen einfach ihren Sound modernisieren und weiterentwickeln sollen, obwohl einige Songs schon als überdurchschnittlich bewertet werden können und als sehr typischer New Yorker Rap-Sound schön nostalgisch daherkommen.

Anspieltipps:

  • Pour tha martini
  • Drivin round
  • Do it like us
  • Stella

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