Ella Endlich - Wintercollage - Cover
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Ella Endlich Wintercollage


  • Label: Teldec/WEA
  • Laufzeit: 28 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Schlagerstar mit einer Weihnachts-EP, die sich angenehm zurücknimmt.

Ella Endlich alias Jacqueline Zebisch (28) begann ihre Gesangskarriere bereits als 14jährige Teenagerin unter dem Künstlernamen Junia. Sie galt als eine Art Konkurrenzprodukt zu Blümchen (Jasmin Wagner) und startete mit dem Top-20-Hit „It’s funny“ durchaus hoffnungsvoll. Doch mit lediglich einem Album und vier Singles in zwei Jahren, gelang es letztlich nicht, eine echte (kommerzielle) Rivalität zu der vier Jahre älteren Kollegin aufzubauen. Trotzdem war die musikalische Laufbahn der Tochter des Produzenten Norbert Endlich vorgezeichnet. So absolvierte die gebürtige Weimarerin an der Hochschule für Musik und Theater in München erfolgreich ein Musik- und Tanzstudium, das ihr später Rollen in diversen großen Musicals einbrachte.

Im Jahr 2009 meldete sich Jacqueline Zebisch als Ella Endlich im Gewand einer Schlagersängerin auf der Bildfläche zurück. Die Single „Küss mich, halt mich, lieb mich“ entwickelte sich zu einem sensationellen Dauerbrenner in den Charts. Sie erreichte als Spitzenposition Rang 12, hielt sich 53 Wochen in den Top 100 und bekam eine Gold-Auszeichnung. Diesen Erfolg konnten die bisherigen Studioalben „Da“ (10/2010) und „Meilenweit“ (10/2011) zwar nicht bestätigen, doch in der Schlagerbranche zählt die 28-Jährige inzwischen zu den festen musikalischen Größen und optischen Blickfängen.

Rechtzeitig vor Weihnachten veröffentlicht Ella Endlich mit der EP „Wintercollage“ ihren persönlichen Beitrag zum Fest der Liebe. Sieben Songs, darunter ein Duett mit Schlagersuperstar Florian Silbereisen und dem italienischen Bariton Patrizio Buanne („Niemals geht man so ganz“ – der Kultsong von Trude Herr, Wolfgang Niedecken und Tommy Engels) sowie eine Gospel-Version von „Küss mich, halt mich, lieb mich“, schickt die Sängerin ins Rennen um einen Platz unter dem Tannenbaum. Dazu wurde der Schlagerfaktor zurückgedreht und gegen besinnliche Arrangements ausgetauscht. Zwar lassen sich Titel wie „Wunderland“ oder auch „Traum von Bethlehem“ immer noch mühelos im Schlagersektor verorten, doch im Gegensatz dazu stehen Stücke wie das mit französischem Charme angereicherte „Es war beim Bal Paré“ oder der im Gospel-Stil entschlackte Ella-Endlich-Keytrack „Küss mich, halt mich, lieb mich“. Diese kommen dem weihnachtlichen Grundthema durchaus nah und sorgen für eine gar nicht mal so schmalzige Festtagsstimmung.

Anspieltipps:

  • Es war beim Bal Paré
  • Traum von Bethlehem
  • Niemals geht man so ganz

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