Wheels - Wanna Change My Life - Cover
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Wheels Wanna Change My Life


  • Label: G-Records/Rough Trade
  • Laufzeit: 35 Minuten
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2.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Debüt der italienischen Hardrocker läuft alles andere als rund.

Die gute Nachricht zuerst: Wheels haben ihre erste LP „Wanna Change My Life“ vor der Veröffentlichung kurzfristig noch einmal remastert. Ungewöhnlich, aber notwendig, schließlich klang die Promo-Version des Silberlings gelinde gesagt suboptimal, was vor allem am blechernen Klang der Snare Drum lag. Nun aber die schlechte Nachricht: So wirklich toll ist „Wanna Change My Life“ auch nach der Überarbeitung nicht, auch wenn am einst katastrophalen Sound etwas nachgebessert wurde. Zu vorhersehbar, ja fast schon billig, schallen die zehn Songs der Italiener aus den Boxen und zu unfreiwillig komisch klingt der Gesang des Frontmanns Claudio Caroli, der die Scheibe wohlgemerkt selbst produziert hat. Zudem übersteuert der neue Mix nicht nur an einer Stelle.

Dabei klingen die Vorbilder von Wheels nicht nur äußerst vielversprechend, sondern sind auch deutlich aus ihren eigenen Stücken herauszuhören. Der größte Einfluss kommt definitiv von AC/DC, aber auch andere Hardrock-Größen wie Poison oder Twisted Sister haben offensichtliche musikalische Spuren bei Wheels hinterlassen. Leider wirkt das, was die vier Italiener am Ende aus diesen Einflüssen zurechtschustern, eher wie eine Karikatur dieser Bands und nicht wie ein Versuch, ihnen gerecht zu werden. Dabei ist es gar nicht ausgeschlossen, dass Songs wie „Power Of The Rock“, „Beneath The Rainbow“ oder „Easy Foxy Lady“ live mit einem anständigen Sound und vor einem wohlwollenden, angeheiterten Publikum bestehen könnten - auf CD fällt das Ganze allerdings gewaltig durch.

Da hilft es auch nichts, dass einige der Gitarrensoli auf „Wanna Change My Life“ durchaus annehmbar klingen und sich auch der eine oder andere gelungene Riff („Devil Take Me“) auf dem Album befindet. Zu abschreckend sind Songs wie „I Won’t Be Cool“, „3611“ und vor allem der grausame Balladen-Versuch „When I Think“ selbst für die verständnisvollsten Hardrock-Fans. Da ist es am Ende gar nicht so dramatisch, dass die Platte nur eine Spieldauer von 35 Minuten besitzt. Was hätte wohl Bon Scott dazu gesagt?

Anspieltipps:

  • Easy Foxy Lady

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