Meek Mill - Dreams And Nightmares - Cover
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Meek Mill Dreams And Nightmares


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 57 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach The Weeknd, Kendrick Lamar und Frank Ocean ein weiterer Rap-Newcomer aus den USA. Die Qualitätskurve fällt allerdings inzwischen.

Nach vier Mixtapes mit der Rap-Gang The Bloodhoundz, neun eigenen Mixtapes und einem im Nichts verlaufenen Solo-Plattendeal mit T.I.s Label Grand Hustle, hat Robert „Meek Mill“ Williams (25) im Februar 2011 bei Rick Ross' „Maybach Music Group“-Label angedockt, um endlich sein reguläres Debütalbum „Dreams And Nightmares“ auf den Markt bringen zu können.

Nachdem Meek Mill, der im Jahr 2008 wegen einer Straftat für acht Monate im Gefängnis saß, bereits auf den bisherigen „Self Made“-Samplern der Maybach Music Group eine gute Figur abgegeben hatte und die drei Vorabsingles aus „Dreams And Nightmares“ den Appetit des Publikums auf das Majordebüt des Rappers geweckt hatten, stieg das Album auf Platz 2 der US Billboard Charts ein und verkaufte sich in der erste Woche respektable 167.000 Mal. Damit zählt Meek Mill zu den heißesten Rap-Themen des Jahres 2012 und Kollegen wie Swizz Beatz, Jay-Z, Birdman oder auch Diddy gaben bereits Remix-Versionen ihrer Songs bei dem 25-Jährigen in Auftrag.

„Dreams And Nightmares“ schmeißt mit Feature-Gästen wie Drake, Rick Ross, Nas, John Legend, Trey Songz, Wale und Mary J. Blige sowie Produzenten-Skills von (u.a.) Kane Beatz, Key Wane, Jahil Beats, Boi-1da, Young Shun, The Renegades, Kenoe und Black Metaphor nur so um sich. Das ist für einen vermeintlichen Newcomer in der Tat schon die halbe Miete, um in der HipHop/Rap-Community Beachtung zu finden. Doch in Bezug auf die Nachhaltigkeit seiner Songs muss da natürlich noch mehr kommen. Und so verdient sich Meek Mill schon mit dem mit „Niggers, Bitches, Hoes und Dicks“ wuchernden Intro sowie dem folgenden „In god we trust“ den Sticker Parental Advisory Explicit Content mit Nachdruck.

So sieht also die Auffassung von Old School Rap bei dem 25-Jährigen aus. Inhaltlich versucht Meek Mill in den Gefilden alter Genre-Recken zu wildern (die für ihn Jay-Z, Nas und 50 Cent heißen, also gar nicht so Old School sind, wie man glauben möchte), während seine meist sehr reduzierten Beat-Gerüste gemächlich vor sich hin bollern, ohne die Intensität eines Frank Ocean oder Kendrick Lamar zu erreichen, auch wenn Meek Mill in Tracks wie „Maybach curtains“ mit Nas, John Legend und Rick Ross gleich eine ganze Armada an Topstars in die Waagschale wirft.

Doch selbst dadurch kann die Spannung nicht auf ein Niveau gebracht werden, das den Run auf „Dreams And Nightmares“ in irgendeiner Weise erklärt. Der Rapper aus dem „Maybach Music“-Stall glänzt bestenfalls durch Routine und mit seiner Gästeliste, aber nicht durch einen besonders herausragenden Rap-Flow bzw. die Atmosphäre der Songs, sodass unterm Strich nicht mehr als Durchschnittsware verzeichnet werden kann.

Anspieltipps:

  • Amen
  • Traumatized
  • Polo & shell tops
  • Maybach curtains
  • Real n***** come first

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