The Datsuns - Death Rattle Boogie - Cover
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The Datsuns Death Rattle Boogie


  • Label: Hellsquad/CARGO
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie schon beim letzten Mal konstatiert gilt: Alben sind nur eine Grundlage, eine Basis für die Datsuns, der Rest passiert auf der kleinen, engen und vor allem lauten Bühne.

Trefflich gewählte Albumtitel sind keine Selbstverständlichkeit mehr in Zeiten, in denen sich niemand mehr an Titeln wie „Jazz ist anders“ stört. Auf dem fünften Longplayer der neuseeländischen Datsuns jedenfalls schüttelt und boogiet es tatsächlich an allen Ecken und Enden.

Die gänzlich druckvollen Zeiten des Highspeed-Riff-Rock-Krachs scheinen die Datsuns hinter sich gelassen zu haben - obwohl: bestimmt kehren sie irgendwann konsequenter denn je dahin zurück. Fürs erste probiert sich der Vierer um den Sänger/Gitarristen mit dem kongenialen Namen Dolf de Borst im Ausdifferenzieren innerhalb ihres begrenzten Rahmens des klassischen Garagen-meets-Hardrock.

Dreckiger Southern Boogie ausgeliehen von Nashville Pussy („Fools Gold“) überrascht genauso wie uralte T. Rex-, also Glam-Rock-Zeiten mit hypnotisch-psychedelischen Gesangsmelodien („Axethrower“) zwischen den bewährten Drucknummern („Gods Are Bored“, „Helping Hands“), die - ganz ehrlich - keinen mehr vom Hocker reißen, einfach weil man die Datsuns und ihre schwitzig-coole Energie einfach kennt und antizipieren kann.

Ja, die Riff-, Melodie-, und Tempi-Wechselspielchen gegen Ende des Albums machen das fünfte Album der Datsuns doch noch zu einem soliden Genuss. Nick Andersons (Hellacopters) Feinschliff an den Produzenten-Reglern brachte wider Erwarten keine Schweden-Hardrock-Atmo in die Scheibe, am Ende will es ganz eindeutig raus, das Southern Rock-Cowboystiefel-Monster in den Datsuns („Brain Tonic“). Hätten sie sich die gesamte Platte durchgängig zu diesem Konzept bekannt, hätte es ganz großes Tennis werden können. Aber ach, das denkt man bei den Datsuns im Grunde bei jedem Album.

Wie schon beim Vorgängeralbum „99497,Headstunts“ konstatiert, gilt: Alben sind nur eine Grundlage, eine Basis für die Datsuns, der Rest passiert auf der kleinen, engen und vor allem lauten Bühne.

Anspieltipps:

  • Gold Halo
  • Axethrower
  • Brain Tonic
  • Fools Gold

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