Buddy Miller - Buddy And Jim - Cover
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Buddy Miller Buddy And Jim


  • Label: New West Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei langjährige Freunde machen gemeinsame Sache und ergründen mit eigenen und fremden Songs die Geschichte des Americana.

Buddy Miller (60) zählt als gern gebuchter Live- und Studiogitarrist zu den alten Hasen der amerikanischen Country-, Folk- und Singer/Songwriter-Szene. Er arbeitete bereits mit berühmten Kolleginnen und Kollegen wie Emmylou Harris, Robert Plant, Steve Earle, John Fogerty, Shawn Colvin, Linda Ronstadt, Lucinda Williams, Patty Griffin und Solomon Burke zusammen und bringt seit Mitte der 90er Jahre auch Soloalben auf den Markt. Seine neueste Kooperation mit Jim Lauderdale (55), der Buddy Miller als Musiker und Freund seit über 30 Jahren kennt und begleitet, stellt das elfte eigene Werk des Americana-Veteranen dar.

Ursprünglich als reines Coveralbum geplant, brachte Jim Lauderdale seinen Kumpel schnell dazu, doch besser eigene Kompositionen zu verwenden, die nun tatsächlich den Löwenanteil der elf Songs auf „Buddy And Jim“ ausmachen. Große Unterschiede im Klangbild ergeben sich dadurch allerdings nicht, da das Songwriting der beiden Session-Ikonen aus Nashville so klassisch und gut abgehangen ist, dass die Grenzen zwischen Klassikern und neuen Stücken fließend ineinander übergehen. Und so spielen und singen sich die zwei Elder Statesmen des Americana in trauter Eintracht durch locker-flockige Songs in der Schnittmenge aus Country, Blues, Folk, Bluegrass und Rockabilly und erweisen damit der großen Zeit der Country-Duos ihre Ehre.

Bei „Buddy And Jim“ handelt es sich um ein echtes Spaßalbum, das innerhalb weniger Tage eingespielt wurde und schnell auf den Punkt kommt. In 35 Minuten zelebrieren die Herren Miller und Lauderdale ihr ganzes Können mit handgemachten Stücken, die den Geist der Americana-Geschichte atmen und jedes Segment authentisch, traditionell und beseelt abdecken. Für Genreliebhaber dürfte „Buddy And Jim“ deshalb ein durch und durch würdiges Spätwerk zweier Freunde sein, die endlich einmal gleichberechtigt auf einem gemeinsamen Album auftauchen.

Anspieltipps:

  • The wobble
  • It hurts me
  • Forever and a day
  • Looking for a heartache like you

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