Michael Bublé - Christmas (Special Edition) - Cover
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Michael Bublé Christmas (Special Edition)


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das erfolgreichste Weihnachtsalbum aller Zeiten in einer erweiterten Edition.

Wer will noch mal, wer hat noch nicht?! Etwas mehr als ein Jahr nach der Veröffentlichung von „Christmas“ (10/2011), das mit mehr als sieben Millionen verkauften Einheiten inzwischen das erfolgreichste Weihnachtsalbum aller Zeiten darstellt, erscheint eine um drei Lieder erweiterte, sogenannte „Deluxe Special Edition“ des Verkaufsschlagers. Darauf reicht der kanadische Schmusebarde ein weiteres Duett mit dem britischen Damen-Trio The Puppini Sisters nach („Frosty the snowman“), singt mit seiner favorisierten Männergesangsgruppe Naturally 7 („Silver bells“) und greift für das romantische „The christmas song (chestnuts roasting on an open fire)“ alleine zum Mikrophon.

Wer als „Christmas“-Erstkäufer nun nicht anders kann, darf für drei zusätzliche Songs noch einmal Geld ausgeben bzw. wer „Christmas“ noch nicht besitzt, erhält jetzt einen Spätstarterbonus. So einen Quatsch gibt es nur in der Musikindustrie.

Die ursprüngliche Besprechung: Im Sommer 2011 begann Michael Bublé (36) mit der Arbeit an seinem ersten Weihnachtsalbum. Denn irgendwann trifft es jeden Top-Seller einmal, eine Platte dieser Art abliefern zu dürfen. Schließlich gehören Weihnachtsalben besonders in den USA zum guten Ton dazu, so dass Jahr für Jahr Künstler jeglicher Couleur, sei es aus Pop, Rock, Jazz, Country oder Heavy Metal, mit solchen Werken um die Ecke schießen.

Die Vorstellung, dass die üblichen und immer wieder verwendeten Klassiker des Fests der Liebe in aller Regel bei brütender Hitze eingespielt werden, um dem normalen Produktionsvorlauf Rechnung zu tragen, ist jedes Mal ein Schmunzeln wert. Sollen sie ruhig leiden, die Musiker, die uns am Jahresende mit einer Weihnachtsplatte quälen. Doch wer ein echter Profi ist, steckt solche Strapazen mit Leichtigkeit weg.

So berichtet Michael Bublé, dass er einer der ganz Harten ist: „Ich habe schon als Kind mitten im Sommer Weihnachtslieder unter der Dusche gesungen. Für mich beginnt es schon ab Anfang November, überall nach Weihnachten zu riechen. Sobald Halloween vorbei ist, fängt für mich die Weihnachtszeit an. Natürlich hatten wir das Studio auch im Juli weihnachtlich mit Kerzen geschmückt, und das war eine große Hilfe. Ich liebe Weihnachten! Wie kann man Weihnachten nicht lieben?“

Wir alle lieben Weihnachten – und ersparen uns deshalb großartige Diskussionen um Alben wie „Christmas“ von Michael Bublé. Wir stellen fest: Der Kanadier hat eine angenehme Stimme, die zu Weihnachtsliedern im poppigen Swing-Mantel hervorragend passt. Wir stellen ferner fest: Unter den 16 Tracks befinden sich im Prinzip keinerlei Überraschungen. Es gibt natürlich ganz alte („Santa Claus is coming to town“, „White christmas”, „Have yourself a merry little christmas”) aber auch jüngere Klassiker („All I want for Christmas is you”, „Christmas (baby please come home”) sowie ein paar neue Kompositionen („Cold december night”, „Mis Deseos”).

Durch Duette mit Thalia („Mis Deseos/Felice Navidad“), The Puppini Sisters („Jingle bells“) und Shania Twain („White christmas“) wird stimmlich für Abwechslung gesorgt, wobei Country-Pop-Chanteuse Shania Twain offenbar nicht ihren besten Tag hatte. Könnte aber auch sein, dass ihre Stimme nach so langer Zeit ohne neues Album etwas Rost angesetzt hat. Unterm Strich geht ein Album wie „Christmas“ also in Ordnung. Nur dann muss es auch wieder gut sein. Denn jedes Jahr dieselben Lieder, interpretiert von anderen Stars, ist einfach nicht sonderlich erbaulich. Geht lieber in die Kirche, Leute!

Anspieltipps:

  • Jingle bells
  • Santa baby
  • Silent night
  • Winter wonderland
  • Mis Deseos/Felice Navidad
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