Massive Attack - Blue Lines: 2012 - Cover
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Massive Attack Blue Lines: 2012


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Debütalbum der TripHopper aus Bristol im neuen 2012er Klanggewand.

Die britische Band Massive Attack belehrt uns, dass es – wie sonst üblich – keines runden Jubiläums bedarf, um einen Albumklassiker in technisch aufgefrischter Form erneut unters Volk zu bringen. Und so bringen Robert Del Naja, Grantley Marshall und Andrew Vowles ihr bahnbrechendes Debütalbum „Blue Lines“ aus dem Jahr 1991 eben 21 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung ein weiteres Mal auf den Markt, freilich nicht, ohne den Longplayer neu abgemischt und einem Remix unterzogen zu haben.

Auch wenn „Blue Lines“ vor 21 Jahren in Großbritannien die Top 10 der Album-Charts knapp verfehlte (das Album landete auf Platz 13), entwickelte sich das Werk zu einem Dauerbrenner in der britischen Hitparade, in der es über 1½ Jahre verbrachte. Der Reiz des neuartigen Sounds, den Massive Attack auf „Blue Lines“ geschaffen hatten, ging von einem live eingespielten Unterbau aus, der sich aus so unterschiedlichen Genres wie HipHop/Rap, Reggae, Dub, Electro und Soul speiste.

Aus diesen Zutaten entwickelte das Trio einen hypnotischen Klangcocktail, der von acht verschiedenen Personen (darunter Tricky und Neneh Cherry) eingesungen wurde und Genreklassiker wie das an seinem pulsierenden Basslauf zu erkennende „Safe from harm“, den leichtfüßig swingenden Titeltrack „Blue lines“ sowie die internationale Hitsingle „Unfinished sympathy“ hervorbrachte. Schnell bekam diese Art von Musik den Stempel „Bristol Sound“ verpasst, aus dem später der Genrebegriff TripHop wurde. Massive Attack dürfen sich demnach zu den Vorreitern des TripHops zählen, zu dem auch Acts wie Portishead, Moloko, Hooverphonic und Morcheeba gezählt werden.

„Blue Lines: 2012“ erscheint ohne jegliches Bonusmaterial, was ungewöhnlich ist. Aber es gibt ja auch kein Jubiläum zu feiern. Somit beschränkt sich die Neuauflage auf die Auffrischung des Klangbilds, was fraglos gelungen ist, ohne dass der Charme des 90er-Jahre-Originals verlorengegangen wäre.

Anspieltipps:

  • Lately
  • Blue lines
  • Safe from harm
  • Unfinished sympathy

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