The Scantharies - The Scantharies - Cover
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The Scantharies The Scantharies


  • Label: Memphis Industries/INDIGO
  • Laufzeit: 27 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

The Scantharies mit einer staubtrockenen Geschichtsstunde zum Thema „Griechischer Garagen-Rock“.

Inspiriert vom griechischen Garage-Rock der 60er und 70er überkam es den Produzenten und Musiker Andy Dragazis, so dass er diesen nun vollends auf dem selbstbetitelten Debütalbum der Scantharies auslebt. Bands wie The Persons, The Forminx oder Aphrodites´ Child sagen hierzulande sicherlich nur eingefleischten Kennern etwas, doch die Mischung aus griechischer Folklore und instrumentalem Beat-Rock ist dank „The Scantharies“ wieder in der Gegenwart angekommen.

Aufgenommen in London und Griechenland, ist die mit einer EP-Länge versehene Platte eine Huldigung an vergangene Zeiten und dennoch nur begrenzt relevant für den aktuellen Musikmarkt. Zu flüchtig erscheinen die Songs, um wirklich nachhaltig zu beeindrucken. Allemal schick dreht sich die Western-Melodie und der zielstrebige Rhythmus von „The Start“ im Kreis, „The Bear“ holt Retro-Synthesizer ins Boot, verknotet die Orgel und das marschierende Schlagzeug zu einem psychedelischen Wollknäuel, ehe „What The Gods Want, The Gods Get“ die Bonanza-Titelmelodie aufgreift. Das geht ins Ohr, doch die gesanglose Herangehensweise nimmt den Songs den nötigen Überbau. Es wirkt fahrig und nicht zu Ende gedacht.

Für Retro-Fans und Entdecker so vernachlässigter Stile wie griechischem Garage-Rock geht das in Ordnung, bei allen anderen ist die Reise nach 27 Minuten zu Ende und schnell wieder vergessen. Daran kann auch eine zunehmend gelungene psychedelische Ausrichtung in der zweiten Albumhälfte nichts ändern, so fein justiert und schweifend die Retro-Keule auch ist.

Anspieltipps:

  • The Start
  • What The Gods Want, The Gods Get
  • Feat Of Flames
  • The Whispering Sound

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