Itchy Poopzkid - Ports & Chords - Cover
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Itchy Poopzkid Ports & Chords


  • Label: Findaway Records/ALIVE
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Solider Punkrock aus dem Schwabenländle - auch wenn sich die Band lieber im Hamburger Hafen fotografieren lässt.

Sie sind einfach nicht totzukriegen, die gewitzten Punkrocker aus dem gemütlichen Schwabenländle, die einst als Schülerband (Nutella) begannen und inzwischen weit über zehn Jahre und auf fünf Studioalben als Itchy Poopzkid zusammenspielen. Doch Moment! Vor zwei Jahren hat es tatsächlich einen Besetzungswechsel gegeben und Schlagzeuger Tobias Danne wurden gegen Max Zimmer ausgetauscht. Es passiert also auch mal etwas mehr bei dem Trio, als punktgenau alle zwei Jahre ein neues Album auf den Markt zu bringen.

Auf „Ports & Chords“ befinden sich 14 aktuelle Beispiele dafür, was Itchy Poopzkid seit ihrem Debütalbum „Heart To Believe“ (10/2005) ausmacht: Kraftvolle Power-Pop- und Punkrocksongs mit leicht mitzugrölenden Refrains und fluffig von der Hand gehenden Melodien. Allerdings hat sich das Trio von Album zu Album weiterentwickelt und den Spaß-Punk der frühen Tage sowohl musikalisch als auch inhaltlich auf ein Niveau gesteigert, dass sich Gäste wie Guido Knollmann von den Donots und Charlotte Cooper von The Subways ohne Gesichtsverlust auf dem Album tummeln können.

Zwar verirren sich noch immer ein paar verzichtbare Songs auf „Ports & Chords“, von denen mit „We say so“ ausgerechnet einer der schwächsten Songs ganz am Anfang der Platte steht, doch darüber trösten coole Riffs wie in „Thou shalt not be slow“ und „She said“ oder stadiontaugliche Hymnen wie „With heads held high“ hinweg. Trotz des nachwievor als bescheuert empfundenen Bandnamens steckt also durchaus Potenzial in dieser Band, die dem verschlafenen Schwabenländle entwachsen zu sein scheint.

Anspieltipps:

  • I believe
  • The pirate song
  • Where I wanna be
  • With heads held high
  • Thou shalt not be slow

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