Big Boi - Vicious Lies And Dangerous Rumors - Cover
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Big Boi Vicious Lies And Dangerous Rumors


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Soloalbum der zweiten Hälfte von OutKast.

Die neben André 3000 zweite Hälfte des US-HipHop-Duos OutKast, Big Boi, meldet sich zwei Jahre nach seinem offiziellen Solodebüt „Sir Luscious Left Foot: The Son Of Chico Dusty” (07/2010) mit einem weiteren Album auf der Bildfläche zurück. Auf „Vicious Lies And Dangerous Rumors“ präsentiert der 37-Jährige 14 frische Tracks, für die er sich mit Ludacris, T.I., Kid Cudi, A$AP Rocky, Kelly Rowland, Killer Mike, Little Dragon, Phantogram, Sleepy Brown, B.o.B., Wavves, Mouche, Scar und Bosko eine erlesene Gästeschar aus Superstars und Nachwuchstalenten zusammengestellt hat. Ein bescheidenes Auftreten sieht definitiv anders aus. Doch wer den experimentierfreudigen Südstaaten-Rapper seit den frühen OutKast-Zeiten verfolgt hat, wird den tieferen Sinn dahinter schnell entdecken.

Big Boi ist problemlos in der Lage, dem großen Trend des HipHop-Jahres 2012 zu folgen, Alben wieder als Gesamtkunstwerk zu kreieren und nicht als lose Ansammlung von singletauglichen Tracks, indem er sich auf seine musikalische Vergangenheit bezieht und eine einheitliche Atmosphäre schafft, so wie es Newcomer wie Kendrick Lamar, The Weeknd oder auch Frank Ocean im Verlauf dieses Jahres der HipHop-Welt vor- bzw. Vorreiter Big Boi nachgemacht haben. Hier und da mögen zwar einzelne Tracks wie „CPU“, „Mama told me“ oder auch „She hates me“ hervorstechen, doch das Ziel liegt klar in einem einheitlichen Liedkomplex, ohne in verkopfte Konzeptwelten abzudriften.

Egal mit welchem Mitstreiter Big Boi in den Ring tritt, nimmt er HipHop und Rap zwar als Grundlage, doch seine Vision des Genres ist eine vergleichsweise offenere, lockere als die der meisten seiner Kollegen. So fließen neben zu erwartenden Soul- und R&B-Klängen häufig sehr poppige Melodien in die Kompositionen ein, denen die Feature-Gäste ihren persönlichen Stempel aufdrücken dürfen. Niemand wird in ein Korsett gepresst, sodass am Ende eine homogene Mischung aus atmosphärischem Neo-HipHop („The thickets“), fluffigen Dance-Beats („Apple of my eye“), Funk-Versatzstücken („Mama told me”), psychedelischen Sitar-Klängen („Shoes for running”), Old-School-Raps („In the A”) und poppigen Synthiesounds („She hates me”) zu Buche steht, die „Vicious Lies And Dangerous Rumors“ zu einem Album adelt, das zu keiner Zeit langweilt, sondern dem HipHop-Jahr 2012 eine weitere starke Hausnummer verleiht.

Anspieltipps:

  • CPU
  • Lines
  • The thickets
  • She hates me
  • Tremendous damage

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