Soundtrack - Pitch Perfect - Cover
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Soundtrack Pitch Perfect


  • Label: Universal Records
  • Laufzeit: 31 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Frischer Wind in klassischem Filmmotiv: „Pitch Perfect“ rüttelt die College-Komödien musikalisch auf!

Kurz vor Weihnachten wird es musikalisch in deutschen Kinos: „Pitch Perfect“ startet am 20.12.2012. Prinzipiell handelt es sich dabei um die typische College-Komödie, wie man sie bereits aus zahlreichen Tanzvariationen kennt. Statt allerdings den nächsten Cheerleader-Sorority-Stomp-Abklatsch ins Rennen zu schicken, hat man sich ein neues Feld gesucht, das nicht zuletzt durch die erfolgreiche Fernsehserie „Glee“ auf breite Zustimmung stoßen sollte: Gesangsgruppen und Gesangswettbewerbe. Natürlich dürfen dabei das übliche Drama, Rivalität und Liebe nicht zu kurz kommen, doch das schafft Amerika generell in jede Wettbewerbsart zu legen.

So steht dem Setting entsprechend die Musik mit im Vordergrund. Grund genug, einen Blick auf den zugehörigen Soundtrack und damit auch den Cast zu werfen. Statt auf bekannte Gesichter der Musikwelt zurückzugreifen, beweist „Pitch Perfect“, dass frische und neue Stimmen durchaus zum Erfolg führen können. Brittany Snow zählt dabei zu den wenigen bekannten Gesichtern und vor allem Stimmen („Hairspray“). Anna Kendrick („Twilight“) ist zumindest dank des Erfolgs der „Twilight“-Serie kein unbekanntes Gesicht auf Kinoleinwänden. Dass sie allerdings auch mit weichem und überzeugendem Gesang glänzen kann, beweist sie in ihrer Hauptrolle als Beca. Rebel Wilson sorgt als Fat Amy nicht nur für die gewissen Lacher, sondern auch für die richtigen Beats. Unbekannter, aber nicht weniger mitreißend, sind die männlichen Gegenspieler der Barden Bellas: Adam Devine, Skylar Astin und Ben Platt sind nur drei der zu nennenden Namen, die den starken Sound der Treblemakers ausmachen.

Mit so vielen frischen Stimmen im Gepäck, schafften es Produzent Paul Brooks und Komponist Christoph Beck, das Thema Chorwettkämpfe auf College-Ebene zu beleben. Die Musikauswahl fiel dabei auf eine Mischung aus modernen und klassischen Titeln, die sich in typischen Mash Ups und Sing Offs zu einem harmonisierenden Ganzen zusammen setzen. Dabei stehen ganz die Stimmen im Vordergrund, die in Harmonie, Mehrstimmigkeit und Vielschichtigkeit Instrumente in den Hintergrund stellen und das Klangbild ohne Mühen komplex gestalten. So verschmelzen Songs wie „Mickey“, „Like A Virgin“, „Hit Me With Your Best Shot“, „S&M“, „Let's Talk About Sex“, „I'll Make Love To You“, „Feels Like The First Time“ und „No Diggity“ problemlos im „Riff Off“ und bilden dabei etwas großes Neues, das seine eigene Geschichte erzählen kann. Auch „Please Don't Stop The Music“ oder „Since U Been Gone“ erhalten durch das Chorarrangement einen ganz neuen Charakter. Dabei verliert man nie die Eigennoten der Titel aus den Augen, schafft es aber ohne Probleme, genug Kreativität einzubringen, um nicht nur langweilige Cover zu produzieren.

So haben die Macher von „Pitch Perfect“ einen durchaus soliden und glaubwürdigen Musikkatalog für ihren Film geschaffen, der gerade in den Begeisterungswellen, die „Glee“ in Amerika immer noch schlägt, durchaus den Nerv der Zeit trifft. Ähnlich wie Cheerleading- und Stomp-Filme, könnte er auf deutschem Pflaster allerdings ein wenig zu kämpfen haben, da Deutschland nicht nur dieses Schulgefühl, sondern auch diese Art von Wettkampfsport fehlt. Musikalisch ist das Projekt „Pitch Perfect“ auf jeden Fall solide geglückt!

Anspieltipps:

  • Cups
  • Riff Off
  • Right Round

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