Amenra - Mass V - Cover
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Amenra Mass V


  • Label: Neurot/CARGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Mass“ - die Fünfte. Die Belgier setzen ihren Mahlstrom aus zähen Riffs stoisch fort.

Die belgische Post-Hardcore/Doom-Metal-Kapelle Amenra bleibt der Betitelung ihrer Alben stoisch treu und schleudert mit „Mass V“ ihren mittlerweile fünften Longplayer auf den Markt. Es ist gleichzeitig Amenras Debüt auf dem Neurot Recordings Label, auf dem artverwandte Gruppen wie A Storm Of Light, Shrinebuilder, Neurosis oder auch Ufomammut ihr Zuhause haben.

Amenra haben auch auf „Mass V“ wieder eine äußerst zähe Lavasuppe angerührt, die in etwas mehr als 40 Minuten lediglich vier Songbrocken ausspuckt, die sich zwischen tonnenschweren Riffs, dröhnenden Bässen sowie markerschütterndem Geschrei und geheimnisvollem Flüstern ihren Weg aus den Lautsprechern bahnen. Dabei klingen die Belgier so düster und abstoßend wie ihre Albumcover aussehen. Sie erzeugen eine kalte, beängstigende Atmosphäre, die immer wieder von gewaltigen Riff-Eruptionen aus der Stille gerissen wird und massiv verstörend wirkt.

Dieses sich stets wiederholende Wechselspiel aus bedrohlicher Stille, die man in dieser Form von Amenra noch nicht kannte, und bollernden Weltuntergangsklängen, zelebrieren die fünf Belgier konsequent bis zum schmerzhaften Ende, das den Hörer mit einem eiskalten Schauer zurücklässt. Keine Frage, diese Art von Musik muss man schon sehr mögen, um sich nach dem Genuss eines Albums wie „Mass V“ nicht umgehend vor die nächste S-Bahn zu werfen.

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