Patrick McCranc - Royal Canaries - Cover
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Patrick McCranc Royal Canaries


  • Label: In Bloom Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Angeblicher BritRock aus dem Frankenland.

Die aus dem mittelfränkischen Heilsbronn stammende Rockband Patrick McCranc & The Royal Canaries legt kurz vor Jahresfrist ihren zweiten Longplayer „Royal Canaries“ vor. Ursprünglich als Soloprojekt von Patrick McCranc (Gesang, Gitarre) gestartet, ist mit Pete The Beaver (Schlagzeug) und Meike Strawberry (Bass) an Bord inzwischen eine richtige Band am Start, die sich stilistisch im Bereich BritRock einsortieren möchte. Ob der Zusatz „Brit“ allerdings wirklich sein muss, ist durchaus diskutabel. Schweizer Käse hat schließlich auch aus der Schweiz zu sein.

Das Trio legt auf seinem scheinbar in Eigenregie produzierten Album anfänglich eine wunderbar rotzige Attitüde an den Tag („Goddess“), die sich allerdings von Song zu Song immer mehr verflüchtigt und in einem wirren Stilmix endet, der keine Schandtat auslässt. The Royal Canaries servieren dem Hörer u.a. gruseligen Country-&-Western-Rock („Tonight”), eine an Oasis gemahnende Akustikballade („Ode to Sheffield”), bei Eagle Eye Cherrys Hit „Save tonight“ entliehene Gitarrenlicks („You got to die“), mit heimischen Einflüssen (Stichwort: Tuba) garnierte Stücke („Truck driving song“) sowie eine Mischung aus 60s Beat und Punkrock („Mortgage backed security“).

Zwischendrin erklären die Franken in „A guide to perplexed” der Welt, wofür Deutschland steht und frühstücken dabei allen Ernstes den üblichen Klischeescheiß ab (Sauerkraut, Zwieback, Wiener Schnitzel, Marzipan, Kaiserschmarrn, Gummibären, Volkswagen, Autobahn, Blitzkrieg, Herr Huber, Herr Schmidt, Brezel, Sprechgesang). Inhaltlich platter und musikalisch zerfahrener geht’s nimmer. Hoffentlich bekommt das außerhalb der Landesgrenzen niemand mit!

Anspieltipps:

  • Mr. Black
  • Monochrome
  • You got to die
  • Ode to Sheffield

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