Helloween - Straight Out Of Hell - Cover
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Helloween Straight Out Of Hell


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein extrem solider Felsbrocken im Power-/Speed-/Melodic-Metal-Segment.

Nach dem ungewohnt düsteren „7 Sinners”-Album (10/2010) und dem zwiespältig aufgenommenen Jubiläumswerk „Unarmed“ (01/2010), das mit völlig neu arrangierten Klassikern aus 25 Jahren Bandgeschichte überraschte, melden sich die deutschen Power-/Speed-/Melodic-Metal-Veteranen von Helloween auf „Straight Out Of Hell“ mit im besten Sinne traditionellem Helloween-Songmaterial zurück. Zusammen mit Produzent Charlie Bauerfeind (u.a. Blind Guardian, Saxon, HammerFall, Motörhead) wurden im MiSueno Studio auf Teneriffa zwei Dutzend Songs eingespielt, von denen 15 (inkl. zwei Bonus Track für die limitierte Erstauflage) auf dem Album gelandet sind.

Auf ihrem 14. Album besinnen sich Helloween all ihrer musikalischen Markenzeichen, zu denen auch der Mut zu neuen Einflüssen zählt (Stichwort: „The Dark Ride“), aber im Besonderen das Gespür für eingängige Melodien und detailreiche Arrangements im Vordergrund steht. So klingt das neue Album durchaus modern, ohne dass die Fans auf das verzichten müssen, was ein klassisches Helloween-Album ausmacht: Knackige Up-Tempobolzen im Drei-Minuten-Format („Live now!“), hochkomplexe Frickelstücke („Nabatea“), bombastische Hymnen mit gedoppelten Gitarren („Far from the stars“), Breitwandballaden („Hold me in your arms“) und stampfende Ohrwürmer („Waiting for the thunder“). Alles an Bord – und zwar staubfrei und frisch ausgepackt!

Mit dem Titeltrack „Straight out of hell“ haben Helloween einen optimistischen und fröhlich klingenden Song ausgewählt, der als klares Statement zu verstehen ist. Die dunklen „7 Sinners“-Zeiten sind vorbei. Jetzt darf wieder mit Inbrunst gerockt werden. Deshalb kann auch das bedrohlich knatternde und mit einem ziemlich bösartigen Text ausgestattet „Asshole“ (irgendjemand wird darin als Sucker, Asshole und Motherfucker bezeichnet) mit einem süffisanten Augenzwinkern genossen werden. Sprich: Alles gut! Kein Grund für ernsthafte Hasstiraden.

Fazit: Bis auf das von den Drums bis zu den Gitarren an Queen gemahnende, aber nicht wirklich gelungene „Wanna be god“ haben Helloween mit „Straight Out Of Hell“ einen extrem soliden Felsbrocken im Power-/Speed-/Melodic-Metal-Segment abgeliefert, der sich in der Band-Diskografie auf Anhieb einen Platz im vorderen Drittel verdient.

Anspieltipps:

  • Nabatea
  • Burning sun
  • Far from the stars
  • Straight out of hell
  • Waiting for the thunder

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