Alt-J - An Awesome Wave - Cover
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Alt-J An Awesome Wave


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Kunst-Pop aus Großbritannien, der sein Herz und großartige Melodien sprechen lässt.

Das britische Quartett konnte mit seinem Debüt „An Awesome Wave“ nicht nur zahllose HörerInnen in den Bann ziehen, sondern auch den renommierten Mercury Music Prize des Jahres 2012 gewinnen. Der Name Alt-J steht dabei auf englischen Mac-Tastaturen für eine Tastenkombination des Delta-Symbols, welches für die Band eine tiefe Bedeutung hat.

Aus dem schwebenden, im Post-Rock andockenden Intro schälen sich Rap-Elemente und vom dichten Rhythmus-Gefüge geerdete Synthesizer, ehe „Interlude I“ lediglich die Stimme als Instrument benötigt, so vielseitig agieren die Vocals in lautmalerischer Kunstfertigkeit. „Tessellate“ greift diese enorme Weite im musikalischen Schaffen der vier Beteiligten auf und groovt sich auf zum Hit, eingerahmt vom schleppenden Bass, in mächtiger Manier rund um das Delta-Symbol besungen. Der ansonsten präsente und fordernde Rhythmus bekommt seine Ruhepause, wenn das zweite Interlude in Form der Akustikgitarre zum Atem holen einlädt. Denn schon „Something Good“ beherbergt wieder wirbelnde Trommeln und eine sonnendurchflutete Leichtigkeit.

In der Zwischenzeit folgen die mittlerweile bekannten Elemente aus zahllosen Musikstilen mitunter zu stark dem schon mehrfach zelebrierten Schema, welches die Qualität der zweiten Hälfte von „An Awesome Wave“ etwas schmälert. Nichts desto trotz kommen Alt-J immer wieder auf den Punkt, auf herausragende Instrumental-Abfahrten und verspielte Vocals, deren Vielfalt den Instrumenten in nichts nachsteht. Irgendwo zwischen Indie-Pop, Folk, HipHop und TripHop verortet sich damit ein Longplayer, dem vieles gelingt. So bleibt Luft nach oben und ein gutes Gefühl, welche Taten die Briten zukünftig noch angehen.

Anspieltipps:

  • Tessellate
  • Something Good
  • Ms
  • Bloodflood

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