Claudia Koreck - Honu Lani - Cover
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Claudia Koreck Honu Lani


  • Label: Honu Lani Records
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Umgeben von der reinsten Idylle und geerdet von der Ruhe und Abgeschiedenheit auf der Insel Kauai (Hawaii) entstand das vierte Studioalbum der Bayerin.

Seit zehn Jahren feilt die 26jährige Sängerin und Songschreiberin Claudia Koreck an ihrer Musikerkarriere, die sich seit Beginn äußerst erfolgreich gestaltet. Mit einem Deal beim Major Sony Music in der Tasche, konnte die aus Traunstein stammende Musikerin schnell medienwirksam platziert und bereits ihr Debütalbum „Fliang“ (2007) mit Doppel-Platin ausgezeichnet werden. Das hervorstechende Merkmal ihrer Lieder ist dabei der bayrische Dialekt, in dem diese getextet und gesungen werden. Dadurch mag sich die Zielgruppe der Wahl-Münchnerin zwar etwas einschränken, was sich aber durch die hervorragenden Verkaufszahlen zumeist im Süden der Republik sowie durch quasi pausenloses Touren wieder ausgleicht.

Nach vier Alben im Vertrieb von Sony Music ist der Vertrag von Claudia Koreck bei dem Branchenriesen ausgelaufen. Trotz guter Angebote aus der Branche ergriff die 26-Jährige dennoch die Chance und gründete ihr eigenes Label Honu Lani Records, das per Lizenzvereinbarung im Vertrieb von Universal Music erscheint. Honu Lani ist der Name eines Hauses auf der hawaiianischen Insel Kauai, in dem Claudia Koreck, ihr Ehemann, Arrangeur und Produzent Gunnar Graewert, sowie ihr gemeinsamer Sohn Timmi von Januar bis März 2012 lebten und das neue Album, ebenfalls „Honu Lani“ betitelt, komponierten und texteten.

Umgeben von der reinsten Idylle und geerdet von der Ruhe und Abgeschiedenheit auf der Insel Kauai, entstanden 14 Songs, die im Mai 2012 in den Schwabinger Downtown Studios eingespielt wurden, ohne dass die Vocal Tracks aus Hawaii erneuert wurden. Damit haben Graewert und Koreck die Atmosphäre und die Ursprünge der Lieder beibehalten, ohne dass auf einen standesgemäßen Sound verzichtet werden musste. So klingen die Lieder durchweg handgemacht, warm und akustisch und erinnern damit und natürlich durch den Hawaii-Background an Jack Johnson.

Ebenso wie der Hawaiianer erschafft Claudia Koreck auf „Honu Lani“ eine herrlich entspannte Grundstimmung, die mit den persönlich gefärbten Texten schön harmoniert und den zumeist getragenen Liedern sehr gut zu Gesicht steht. Dass hier aber auch das Phänomen „junge Mutter“ eine Rolle spielt, müssen nicht erst Songs wie „Kloaner Mo“ verraten, in dem der zweijährige Sohnemann Korecks zu hören ist. Die Songschreiberin klingt reifer und die dezent bluesigen Arrangements geben ihr Übriges dazu. Hat sich der Hörer erst einmal an diese Veränderung im Klangbild der Bayerin gewöhnt und das Verlangen nach schnellen, fröhlichen Songs zurückgestellt, entfacht „Honu Lani“ eine einnehmende Wirkung, die mit ihrer entspannt-verträumten Stimmung perfekt in den kalten Winter passt.

Anspieltipps:

  • Sonn
  • Schweigen
  • Sommerdog
  • Bunter Vogel
  • Meilenweit Meer
  • Wenn i moi oid bin

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