Sofia Härdig - The Norm Of The Locked Room - Cover
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Sofia Härdig The Norm Of The Locked Room


  • Label: Solaris Empire/Broken Silence
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Soundtrack für düstere Nachmittage und einsame Spaziergänge.

Sofia Härdig hat es sich noch nie gerne leicht gemacht. Mit ihrem verwegen gutem Aussehen und ihrer feinen Stimme hätte sie die Abkürzung zum Erfolg auf der schwedischen Popschiene nehmen können. Stattdessen versucht sich die dunkelhaarige Schönheit aus Schweden an düsteren, eintönigen Arrangements, die einer Formel gleich den Hörer einsaugen sollen. Es scheint so, als würde Sofia alle Grautöne dieser Welt in ihrer Musik und ihrer Stimme vereinen. Verführerisch lockt die tiefe Stimme Härdigs, während ein farbloser Strudel bestehend aus Krautrock inspirierten Arrangements den Hörer langsam einzusaugen versucht.

Diese Rechnung geht allerdings spätestens nach der dritten Nummer nicht mehr auf. Bei aller Ungewöhnlichkeit dieser Musik fehlt ihr schnell der Ideenreichtum, welcher sie interessant gestaltet. Kleine Details wie beispielsweise Spoken Words sind bei weitem nicht genug, um die Hörerschaft an diesen düsteren Alltagssoundtrack zu fesseln. Insgeheim bekommt man hier achtmal denselben Track serviert. Die Parolen in „The Norm“ wirken am Ende nicht viel anders als der gleichgültige Gesang in „Closed Eyes“ und so fragt man sich sehr schnell, ob und was Sofia Härdig uns überhaupt erzählen möchte.

Was bindet einen an dieses Album? Soll man sagen, dass die Melodien einen doch immer wieder locken, obwohl die Abwechslung fehlt? Oder ist es eher so, dass hinter all der künstlerischen Künstlichkeit wenig bleibt, was den Hörer einfängt? Insgesamt fehlt es Sofia Härdig an beiden Enden an der nötigen, durchgehenden Qualität, um mit ihrer Musik jemanden zu erreichen. So ist diese abermals ein kleines Experiment, welches sich selbst im Weg steht.

Anspieltipps:

  • The Norm
  • Closed Eyes

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