Hatebreed - The Divinity Of Purpose - Cover
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Hatebreed The Divinity Of Purpose


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit grundsolidem Hardcore Metal geht es zurück zu den Wurzeln.

Nach dem Wechsel vom Label Roadrunner Records, das im vergangenen Jahr in Europa seine Pforten schloss, hin zum süddeutschen Branchenriesen Nuclear Blast Records, schultern die Hardcore-Metaller von Hatebreed frisch gestärkt mit einem neuen Vertriebsdeal im Rücken die Nachfolge ihres 2009er Album-Doppelpacks „For The Lions“ (05/2009) und „Hatebreed“ (10/2009), das experimentell und weniger Old-School-Hardcore-lastig daherkam. Mastermind Jamey Jasta (36) tobte sich zudem auf seinem ersten Soloalbum „Jasta“ (07/2011) aus, das mehr Rockmusik als Heavy Metal bot. Damit dürften die stilistischen Ausflüge über den Tellerrand des Hardcore Metal hinaus erst einmal vorüber sein, sodass die Vorzeichen für „The Divinity Of Purpose“ deutlich in Richtung „Back to the Roots“ stehen.

Und tatsächlich geht das Connecticut-Quintett auf seinem sechsten Studioalbum in Sachen Sound und Stilistik zurück zu den Wurzeln seiner ersten drei Longplayer und zelebriert unter Mithilfe von Produzent Chris „Zeuss“ Harris (Suicide Silence, Unearth, Sworn Enemy, Agnostic Front) ein deftiges Hardcore-, Metal- und Punk-Gemisch, das in dieser Form auch aus den 90er Jahren stammen könnte. Sänger Jamey Jasta agiert, als würde er jeden Moment vor Anspannung und Druck zerplatzen, während Bassist Chris Beattie und das Gitarrenduo Frank Novinec und Wayne Lozinak ein paar extra-scharfe Riffsalven zusammengebraut haben.

Hatebreed haben sich im Lauf der vergangenen 20 Jahre (wobei das Debüt „Satisfaction Is The Death Of Desire“ erst 1997 erschien) einen unverkennbaren Markenzeichenklang erarbeitet, der trotz einiger Experimente immer Bestand hatte. Auch „The Divinity Of Purpose“ ist deshalb wieder ein charakteristischer Wutklumpen, der zwar keinerlei Überraschungen bietet, aber dafür mit gewohnt solider Hardcore-Metal-Kost und einem amtlich auf Druck gebürsteten Sound aufwarten kann, der sich gewaschen hat. Ihr vermeintliches Meisterwerk „The Rise Of Brutality“ (10/2003) erreichen Hatebreed damit allerdings nicht.

Anspieltipps:

  • Own your world
  • Dead man breathing
  • The divinity of purpose
  • Boundless (Time to murder it)

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