Lucy Rose - Like I Used To - Cover
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Lucy Rose Like I Used To


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Zart wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, entfaltet sich das Debüt von Lucy Rose.

Lucy Rose gehört wie Kyla La Grange ebenfalls zu den neuen, jungen Talenten des Vereinigten Königreichs. Geboren in Warwickshire entdeckte sie ihre Liebe zur Musik in der Schule. Ihre ersten Songs entstanden am heimischen Klavier sowie der in Selbststudium erlernten Gitarre. Den Schritt auf die Bühne tat sie allerdings erst mit ihrem Umzug nach London, wo sie eigentlich Geographie studieren wollte. Stattdessen freundete sie sich mit der Band Bombay Bicycle Club an und begann deren Backing Vocals zu singen. Der Schritt zum Solokünstler war nicht mehr weit und nun legt sie mit „Like I Used To“ ihr Debüt vor.

Da das Geld fehlte, um ins Studio zu gehen, wählte Lucy Rose mit Hilfe ihrer Eltern einen ganz eigenen Weg und nahm die Platte im Elternhaus auf. So entstanden die Gesangslinien im Wohnzimmer am Feuer, die Gitarren wurden im Bombenkeller eingespielt, der Bass im Flur, das Klavier einfach überall und das Schlagzeug in der Rowington Village Hall, wie sie selbst in der Danksagung des Albums schreibt. Charly Hugall (Florence + The Machine, Kaiser Chiefs) übernahm dabei die Produktion des Longplayers.

Musikalisch erwartet den Hörer schlichter Songwriter-Pop, der es durchaus darauf versteht, sich ins Ohr zu schmeicheln. Melodien wie auch Gesangslinien sind dabei eher sanft gehalten, lullen den Hörer wie eine warme Sommerbrise ein, verschwinden aber ähnlich schnell wieder. Die Tempi steigern sich von zarten Balladen („Shiver“, „Places“) bis hin zu gemäßigten Mid-Tempo („Bikes“, „All I've Got“) was sich vor allem in den Instrumentallinien verdeutlicht Jeder Song strahlt dabei in eigener Schönheit, keiner gleicht dem anderen und lässt dabei kleine Details deutlich werden, die vorsichtige Akzente setzen. Große Höhepunkte und eindeutige Ohrwürmer bleiben jedoch leider aus, so dass man auch nach mehrfachem Hören ein wenig verzweifelt nach Wiedererkennungspunkten sucht.

So bleibt festzustellen, dass mit Lucy Rose durchaus ein Talent am Himmel der zahlreichen Sternchen gefunden wurde. In ihrer Musik stecken viele gute Ansätze und allein für die Art und Weise der Produktion verdient sie Anerkennung. „Like I Used To“ ist ein nicht zu verachtendes Debüt, das sich durchaus darauf versteht, einen ruhigen Nachmittag oder Abend zu untermalen. Nicht mehr, aber auch definitiv nicht weniger.

Anspieltipps:

  • Shiver
  • Bikes
  • Be Allright

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