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Palpitation Palpitation


  • Label: Popup/CARGO
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Dream-Pop mit melodiös-melancholischem Herzschlag von zwei entzückenden Schwedinnen.

Maria Vejda und Ebba Carlen sind Palpitation. Beide teilen sich Gesang und Gitarren. Das weibliche Duo kommt aus Stockholm und hat bereits Erfahrungen auf der Bühne gesammelt. Auf allen wichtigen schwedischen Festivals (Hultsfred, Emmaboda, Popaganada und Arvika) waren sie zugegen. Ihr titelloses Debütalbum haben sie selbst aufgenommen und produziert. Als Gäste fungierten Josefin Carlen (Trompete), Peter Grinsfeldt (Vocals) und Sofia Jeppson (Violine).

Beim ersten Durchlauf fallen sofort die Basstöne auf. Diese schlagen den Bogen von Joy Division über The Cure bis zu The XX. Dazu laufen monoton-mechanische Beats, die den Gegensatz zu den verträumten Stimmen bilden. Eine melancholisch glitzernde Stimmung liegt über diesen 12 Songs. Es klingt, als würden Polarlichter an den schwedischen Nachthimmel projiziert. Wobei die Stimmen auch den Glanz der Mitternachtssonne heraufbeschwören, während die tiefen Töne im Dunkeln murmeln und die Beats molekulare Tänzchen aufführen.

Hin und wieder tragen Violine- oder Trompetenklänge zum runden Klangbild bei. Was aber wirklich erstaunt, sind die hübschen Melodien, die von den Gitarren und Singstimmen gezeichnet werden. Die rauschen zwar nach einigen Songs in einer gewissen Monotonie am Hörer vorbei, sind jedoch von einem leichten, geheimnisvollen Zauber erfüllt, der mit ihm zarte Bande knüpft. Das darf ruhig als Dream-Pop bezeichnet werden, Dream-Pop, der das Shoegazer-Genre ausspart und einen unbemerkt um den Finger wickelt. Eine sanfte Hypnose, ein Tagtraum im Dunkeln mit melancholischen Melodien. Palpitation ist übrigens die bewusste Wahrnehmung des eigenen Herzschlags. Hearts & Beats von zwei entzückenden Schwedinnen. Hiervon gerne mehr!

Anspieltipps:

  • I Lost And Died
  • What If
  • Light Can Fix Me
  • Stand-by

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