Ben Montague - Tales Of Flying And Falling - Cover
Große Ansicht

Ben Montague Tales Of Flying And Falling


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ben Montague lässt mit rockiger Popmusik aufhorchen.

2010 spielte das britische Radio sehr oft einen Song namens „Haunted“: Der britische Sänger und Komponist dieses Liedes heißt Ben Montague und freute sich kurz, um dann festzustellen, dass er leider keinen Vertrag mit einer Plattenfirma besaß, die seine Musik in die Plattenläden bringt. Kurze Zeit später fand er diese endlich und nahm sich dann zwei Jahre Zeit, sein Debütalbum aufzunehmen. Der renommierte Produzent Dave Eringa (Manic Street Preachers, Kylie Minogue) unterstützte den Newcomer mit seiner musikalischen Erfahrung nach Kräften.

Der smarte Sänger und Gitarrist Ben Montague komponierte hauptsächlich mit den Songwritern Jez Ashurst (Boyzone, Hanson) und Charlie Grant (Simply Red, The Parlotones) elf Songs in Eringas Waliser Studio. Schon die ersten beiden Songs gefallen mit lockerem Pop/Rock-Sound, der durch die ausdrucksstarke Stimme von Montague seine besondere Würze erfährt. Die Ballade „Deep End“ fährt das ganze Programm auf: Geigen und Cello veredeln den üblichen Piano-, Gitarren- und Drums-Sound des Briten und trotz allem textlichen wie stimmlichen Gefühlsüberschwang nimmt man dem Mann das Leiden tatsächlich ab, ein richtiger Gänsehautsong eben.

Ein wenig erinnert die Stimme an den irischen Sänger Ronan Keating, doch Ben Montague besitzt durchaus eine eigene Stimmfarbe mit Wiedererkennungswert. Allein die poppigen Ohrwurmmelodien von „Another Hard Falls“ und der für Montague sehr rockige und treibende Track „Sweet Amelia“ sind das Eintrittsgeld wert. Die Vermischung von Pop- und sanften Rockelementen scheint wirklich gelungen und klingt nie langweilig. Der Song „Brake“ mit seinen guten Tempowechseln, also sanften wie treibenden Passagen, illustriert das Songwritingtalent des gitarrespielenden Sängers besonders gelungen: Auch wenn manche Stelle etwas bombastisch wirkt, gelingt es Montague und seinem Team, nicht nur bei diesem Track, die Emotionen gut zu vertonen, ohne kitschig zu werden.

Dem Charme des durch die Akustikgitarre schon fast in Country-Gefilde geführten „Still young“ kann man sich kaum entziehen, Ben Montague gelingen zwar nicht nur gute Tracks, aber vieles klingt schon sehr radiotauglich und sogar hitverdächtig. Seltsamerweise ist sein erstes musikalisches Lebenszeichen „Haunted“ gar nicht so der herausragende Song, die anderen neuen Werke stechen sogar durch höhere Qualität als bei diesem hervor. Das Debüt des jungen Briten ist jedenfalls ein gelungenes, denn seine Songs gehören in die Kategorie hörenswert und abwechslungsreich.

Anspieltipps:

  • Another Hard Falls
  • Sweet Amelia
  • Deep End
  • Brake

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
Diskutiere über „Ben Montague“
comments powered by Disqus