Happy Hands Club - Parking Lot - Cover
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Happy Hands Club Parking Lot


  • Label: Popup Records/CARGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
8.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Synthie- und Elektropop, der etwas zu bombastisch geriet.

Ricky Sokhi begann in seiner schwedischen Heimatstadt Göteborg in seinem Zimmer, Songs zu schreiben und aufzunehmen. Weil sie ihm unvollständig erschienen, scharte er Freunde um sich, woraus bald die siebenköpfige Band Happy Hands Club hervorging. Sie spielten Demos ein und landeten beim schwedischen Label Luxury. Dort erschien 2011 eine EP und 2012 ihr Debütalbum, das nun auch hierzulande veröffentlicht wird.

„Parking Lot“ ist der Titel eines Longplayers, dessen Stil seinen Ursprung in den 80ern hat. Dabei ist Synthie-Wave-Pop eine Bezeichnung, die mit so unterschiedlichen Bands wie Depeche Mode, Soft Cell, Ultravox, OMD, New Order, Eurythmics etc. in Verbindung gebracht wird. Jener Spirit lebt im Happy Hands Club weiter, vollführt jedoch die Hinwendung zum zeitgenössischen Elektro-Pop. Dabei spielt sowohl eine melancholische wie auch lebensbejahende Grundstimmung eine Rolle. Dementsprechend tangiert der Happy Hands Club die Stile Dark Wave und Elektropop gleichermaßen.

Wie so oft beim Synthie- und Elektropop tragen die Songs nicht über die Albumlänge. Das Phänomen, dass einzelne Songs mit Qualität im langen Format untergehen, nicht weiter auffallen und zu einer Gleichförmigkeit beitragen, die Langeweile aufkommen lässt, kommt auch hier zum Tragen. Genießt man „Parking Lot“ in geringen Dosen, verfehlen einzelne Songs nicht ihre Wirkung. Titel wie „A Green Dress“ oder „Lights Are On“ dürften den Dancefloor mit Traumtänzern füllen und Songs wie „Plans Are Traps“ und „Can’t Win This“ zeigen zumindest partiell eine Raffinesse, die über die Gesamtspielzeit nicht zur Entfaltung kommt.

Ein weiteres positives Merkmal ist die Stimme von Ricky Sokhi, der wirklich Leidenschaft an den Tag legt. Leider geht der Gesang wiederholt in den oft zu bombastisch geratenen Arrangements etwas unter. Vielleicht hätte Sokhi doch nicht so viele Musiker um sich scharen, und stattdessen mehr auf Arrangements und Produktion achten sollen.

Anspieltipps:

  • A Green Dress
  • Lights Are On
  • Plans Are Traps
  • Can’t Win This

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