Shout Out Louds - Optica - Cover
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Shout Out Louds Optica


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 56 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Shout Out Louds geben sich wieder fröhlich und fabrizieren gute Popsongs in Serie.

Schweden und erfolgreiche Popmusik gehören seit Jahrzehnten irgendwie zusammen. Die vier Musiker von Shout Out Louds begannen 2001 und schafften im Laufe des Jahrzehntes den weltweiten Durchbruch: Der Vertrag beim Majorlabel Vertigo/Universal ist das Ergebnis harter musikalischer Arbeit und nun können sie schon Longplayer Nummer vier präsentieren. Im Gegensatz zum Vorgänger „Work“ regieren aber wieder fröhlichere Klänge. Die bestimmenden Themen sind Licht, Raum und Zeit, also hoch-philosophische Ansatzpunkte, die die Shout Out Louds auf ihre Weise interpretieren.

Adam Olenius (Leadgesang, Gitarre), Bebban Stenborg (Keyboard, Glockenspiel, Akkordeon, Gesang), Ted Malmros (Bass, Percussion, Backgroundgesang), Carl von Arbin (Gitarre, Backgroundgesang) und Eric Edman (Schlagzeug) geben musikalisch zu, dass sie auf der Sonnenseite stehen. In Stockholm produzierten die fünf diesmal alles mit Soundtüftler Johannes Berglund selbst und kreierten viele neue Songs, von denen sie zwölf endgültig auswählten.

„Sugar“ beginnt mit den bekannt melancholischen Klängen, die die Schublade The Cure wieder öffnen, ohne dabei die überaus positiven Töne auszulassen. Doch das ist nur eine Momentaufnahme des Shout Out Loud'schen Sounds, der so vielfältig ist: „Illusions“ gehört auch zu der Kategorie Pop-Perle, die melodieverliebt den treibenden Keyboards und Gitarren sowie den unterschiedlichen Stimmfarben von Olenius, eindringlich und einschmeichelnd zugleich, und der sanften Stimmfarbe Stenborgs Platz lässt. Entweder gibt es Temporeiches und Eingängiges wie „Walking on the footsteps“ und „Hermila“ oder sanftes Beatgefrickel á la „Blue Ice“ oder „Glasgow“, die allesamt Ohrwurmqualität besitzen. Spielerisch leicht wandeln Shout Out Louds auf luftigen und tanzbaren Pop-Pfaden, wobei die musikalische Abwechslung dieses Albums beeindruckt. Die Keyboard-Dominanz erinnert ein wenig an die 80er Jahre, doch geht das schon als moderner Electro-Pop aus Schweden durch.

Mit jedem Hördurchgang wächst dieses Pop-Album mehr und entweder mag man diese feinen Melodien, die so elegant ins Ohr gehen, oder man hält es für seichtes, schnell vergessenes Liedgut. Doch diese Songs überleben so manche Tracks, denn sie besitzen trotz aller Eingängigkeit echte Qualität, die sie im Gedächtnis bleiben lassen. Die Fans der ersten Stunde vermissen vielleicht die etwas verschrobenen musikalischen Einfälle der Anfänge, aber die Shout Out Louds haben ihren Mix perfektioniert und veröffentlichen wirklich gut komponierte Songs ohne nennenswerte Ausfälle.

Anspieltipps:

  • Sugar
  • Illusions
  • Walking in your footsteps
  • Chasing the sinking sun

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