Frightened Rabbit - Pedestrian Verse - Cover
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Frightened Rabbit Pedestrian Verse


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Schotten bleiben treffsicher und servieren gewohnt hochklassige Folk Rock-Hymnen.

Wo zuletzt noch Biffy Clyro mit ihrem Doppelalbum „Opposites“ hoch hinaus wollten und zeitweilig haderten, kommen nun die Landsleute von Frightened Rabbit mit dem vierten Longplayer „Pedestrian Verse“ daher. Deutlich näher am Folk als die ähnlich hoch angesehenen Kollegen bleiben sie auf einem hohen Niveau, das dem vom Vorgänger „The Winter Of Mixed Drinks“ in nichts nachsteht. Gemeinsam mit Produzent Leo Abrahams (u. a. Brian Eno, David Byrne) erschafft die Band Hymnen zwischen Folk-Pop und gemäßigtem Rock, deren zeitlose Eleganz bereits jetzt nachgewiesen wird.

Schon der befreiende Rocker „Holy“ mit dem markanten Bass-Groove und seinen melodieseligen Gitarrenläufen, der auf das durch den Gesang von Scott Hutchison und Orgelklänge einmalig in Szene gesetzte „Backyard Skulls“ folgt, markiert einen tollen Auftakt. Weiter geht es mit dem Handclap/Percussion-Folk von „Late March, Death March“, einem von Chorgesang und Rhythmik befeuerten Track, welcher zum weiteren Höhepunkt „December´s Traditions“ übergeht. In erobernd mystischer Musikalität erklingen Zeilen wie „December´s traditions suck the last of summer from our cheeks, draws the curtains, strips the trees“ und machen den Song so griffig wie träumerisch zugleich. Er macht auch klar, dass es Frightened Rabbit um die Befreiung von erdrückendem Schmerz geht und gibt die Richtung vor: „After months of grieving, fuck the grief I´m leaving. Will you leave with me?“

Aufstehen und weitermachen. Eine zentrale Aussage von „Pedestrian Verse“ und zumindest musikalisch mehr als deutlich inszeniert. Akzente, wie das luftige Schlagzeug bei „Dead Now“ und immer wieder die heimeligen Sounds der Tasteninstrumente, erweitern das wie gewohnt herausragende Songwriting und die Hymnenhaftigkeit um wichtige Details. So umarmen die Streicher von „State Hospital“ liebevoll den Hörer und beendet der lässige Country-Rock in „The Oil Slick“ einen Longplayer voller Perlen und nachhaltigem Glanz.

Anspieltipps:

  • Backyard Skulls
  • December´s Traditions
  • State Hospital
  • Nitrous Gas
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