Moke - Collider - Cover
Große Ansicht

Moke Collider


  • Label: Hot Streak/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Moke sind noch immer auf dem Weg zur Stadionband unterwegs.

Die Amsterdamer Band Moke spielte schon zwei Alben mit ihrer Version des BritPop ein, die durchaus aufhorchen ließ. Nachdem sie anfänglich Rock und Pop vermischten, kam bei CD Nummer zwei allmählich der 80er-Jahre-Keyboard-Sound dazu. Nun veröffentlichen sie Album Nummer drei und neben dem BritPop wird weiterhin gerockt und mit dem Keyboard gearbeitet.

Gleich drei potenzielle Stadionhymnen haben sie vorzuweisen: Das wuchtige „Burning the Ground“, „Didn’t Want My Love“ sowie „Lessons to Learn“ besitzen starke Eingängigkeit und genügend Breitwandsound, um die Massen zu begeistern. Dabei machen die Gitarren Druck und sorgen zusammen mit dem irischen Sänger Felix Maginn für die melodieselige Stimmung, die Moke auszeichnet.

Leider gibt es auf dem Album auch mittelmäßige Tracks zu verzeichnen, die den Gesamteindruck schmälern, doch man vernimmt auch hier das Bemühen, die große Masse erreichen zu wollen. Von Keane, Oasis und Coldplay sind Moke allerdings noch weit entfernt und so stehen sie wohl vorerst auch weiterhin in der zweiten Reihe, denn es fehlt ihnen einfach ein wenig an Originalität. Zwar klingen Songs wie die Ballade „Almost Home“ oder das treibende „Scratch Marks“ gut, doch als richtig innovativ geht die Musik der Niederländer nicht durch.

„Sing on“ ist so ein Beispiel: Sanftes Keyboardgeklimper und eine schöne Melodie, doch der Song kommt dann nicht aus den Puschen und versickert. Hier wirkt es etwas verkrampft, wie Moke versuchen, die Massen für ihre Musik zu mobilisieren, denn dafür fehlen einfach die nötige Abwechslung im Sound und auch richtige Ohrwürmer.

Trotz aller Kritik sind die Niederländer auf einem guten Weg, vielleicht doch einmal einen Radiohit zu landen, der sie ein wenig aus dem Schatten der großen Bands heraustreten lässt. Das Potential dazu ist - wie die drei obigen Beispiele zeigen - jedenfalls durchaus vorhanden. Wir dürfen gespannt sein!

Anspieltipps:

  • Scratch Marks
  • Burning The Ground
  • Didn’t Want My Love
  • Straight to you

Neue Kritiken im Genre „Pop“
Diskutiere über „Moke“
comments powered by Disqus