Shakra - Powerplay - Cover
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Shakra Powerplay


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Album Nummer zwei mit Sänger John Prakesh zeigt die Schweizer konsequenter, aber nicht unbedingt besser.

Nachdem „Back On Track“ (02/2011) seine Aufgabe souverän erfüllt hat und die bisher beste Chartplatzierung eines Shakra-Albums („Everest“ (04/2009) behauptete als Höhepunkt Platz 4 in den Schweizer Hitparaden) mit einer Silbermedaille krönen durfte, befinden sich John Prakesh (Gesang), der für den 2009 ausgestiegenen Pete Wiedmer ins Boot geholt wurde, Thom Blunier (Gitarre), Thomas Muster (Gitarre), Dominik Pfister (Bass) und Roger Tanner (Schlagzeug) mächtig in Zugzwang. Schließlich bedeutet dies nichts anderes, als den Gipfel zu erklimmen und erstmals in der Geschichte der Band die Pole Position im Heimatland inne zu haben.

Die Rezeptur für eine abwechslungsreiche Hardrockplatte belassen sie dabei allerdings gleich, lediglich die Entschlossenheit hinter den einzelnen Nummern wird gebührend in die Höhe geschraubt. So eröffnet mit „Life is now“ ein typischer, kaum Aufsehen erregender Stampfer das Album, der Spaß macht, aber bei einem Ohr hinein und beim anderen wieder hinaus gleitet. Gefolgt von „The mask“, das mit dem Tempo in Strophe und Refrain zu spielen beginnt, unterm Strich aber leider blass bleibt, während sich „Higher“ überhaupt nur als 08/15-Abklatsch bekannter, von Gitarren getriebenen Hardrocktracks beweist und den Griff zur Skip-Taste fordert.

Schlimmer und gleichgültiger wird es auf „Powerplay“ eigentlich nur in den beiden an Bon Jovi angelehnten Schmachtfetzen „Wonderful life“ und „Too good to be true“, die jedes Bierzelt zum Schunkeln und Feuerzeugschwenken bringen, im Grunde aber nichts anderes als peinliche Fremdschämmomente darstellen. Wie wollen die fünf Schweizer also damit den ersten Platz erringen? Nun, es gibt ja noch ein paar Songs und mit krachigem („Dear enemy“) bis flottem Unterbau („Don´t keep me hanging“), tollen Hooklines („Save you from yourself“) und einer kleinen Prise Unberechenbarkeit, könnte dieses Kunststück sogar gelingen.

Die Rede ist von „Dream of mankind“ und „Because of you“, die das Äquivalent zu „Unspoken truth“ und „Stronger than ever“ von „Back On Track“ darstellen. Ersterer Track ist anfänglich zwar etwas bockig und weniger leicht zugänglich, entfaltet mit jedem weiteren Durchgang aber einen formidablen Sog. Und auch letztere Nummer mausert sich mit grandiosem Melodieverständnis zu einem Highlight im gesamten Shakra-Portfolio. Das energiegeladene „Secret hideaway“ bügelt außerdem im Anschluss die eine oder andere Falte glatt und „Stevie“ hat das Zeug zu einem livehaftigem Headbanger. Dennoch wünscht man sich, die Schweizer würden generell mehr Zeit in eben jene Qualität investieren, anstatt ihrem derzeitigen Höhenflug mit Quantität zu begegnen. Die Voraussetzungen dafür sind schließlich unüberhörbar gegeben.

Anspieltipps:

  • Because Of You
  • Secret Hideaway
  • Dream Of Mankind

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