Krokus - Dirty Dynamite - Cover
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Krokus Dirty Dynamite


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Aushängeschild des Schweizer Hardrock hat noch immer nicht genug.

So einen Aufschrei wie bei AC/DCs Rückkehr in Gestalt von „Black Ice“ 2008 gab es weltweit wohl nicht, als sich die Rock-Großväter von Krokus entschieden haben, ihr Hardrock-Handwerk wieder aufzunehmen. Zumindest in der Schweiz haben die Eidgenossen allerdings auch weiterhin einen guten Ruf, der bis heute nicht ganz abgeklungen ist. Ähnlich den Herren von AC/DC ist die Kreativität nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und es geht mehr um den Spaß an Freude. Solange zumindest dieses Qualitätsmerkmal erhalten bleibt, kann man nur den kleinen und den Zeigefinger spreizen und fröhliches „Rock On!“ wünschen.

Mit einer guten Portion Blues mischt sich der stringente Hardrock der Schweizer zu einem Dutzend gefälliger Songs. Böse ausgedrückt, kennt man das komplette Album, nachdem man den Opener „Hallelujah Rock N' Roll“ gehört hat. Das Tempo variiert stets in einem Rahmen, der nicht zu viele andere Stimmungen zulässt. Durch den Einsatz von Blues fällt auch ein gemütlicher Titeltrack kaum als Besonderheit, sondern als Teil des Ganzen auf. Krokus werden mit diesem Hardrock niemanden vom Stuhl hauen oder überraschen. Und das wollen sie wohl auch kaum.

Bis auf die etwas verschlafenen Stücke „Help“ und „Better Than Sex“ kann man sich frei an den Titeln auf „Dirty Dynamite“ bedienen. „Yellow Mary“ sorgt genauso für rhythmisches Kopfnicken wie „Go Baby Go“. Die Melodien machen durchgängig Spaß und leben von Melodien und Riffs, die man alle schon gehört hat, die aber immer noch unterhalten. Wenn jemand nach Höhepunkten Ausschau hält, dann wird er enttäuscht. Es könnte höchstens einigen Freude bereiten, dass die Eidgenossen ab und an (z.B. in „Bailout Blues“) stark an die australischen Freunde von AC/DC erinnern.

„Dirty Dynamite“ ist ein einfaches und schnörkelloses Stück Hardrock, das wahrscheinlich nur noch echte Fans hinter dem Ofen hervorlocken wird. Damit ist nicht gemeint, dass es sich um ein schlechtes Stück Musik handelt, doch im Grunde wiederholen sich Krokus schlicht in besser produzierter Form. Gleichzeitig ist das Lebenszeichen der Band ein Beweis dafür, dass Hardrock auch heute noch funktionieren kann und das wird bei nicht wenigen für ein Lächeln im Gesicht sorgen.

Anspieltipps:

  • Hallelujah Rock N' Roll
  • Hardrocking Man
  • Bailout Blues

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