Jimi Hendrix - People, Hell And Angels - Cover
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Jimi Hendrix People, Hell And Angels


  • Label: Legacy/Sony Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehr als 40 Jahre nach seinem Tod, veröffentlicht Sony Music neue Songs von Jimi Hendrix.

Zum 70. Geburtstag der Gitarrenlegende Jimi Hendrix im November des vergangenen Jahres, veröffentlicht Legacy Records/Sony Music als aktueller Vertragspartner der Hendrix-Nachlassverwalter mit „People, Hell And Angels” ein neues Album des Saitenhexers. Darauf befindet sich ein Dutzend bis dato unveröffentlichter Studioaufnahmen aus den Jahren 1968 und 1969, als Hendrix ohne seine Experience-Mitstreiter Mitch Mitchell (Drums) und Noel Redding (Bass) mit neuen Sounds und Stilrichtungen experimentierte.

Während sich die vorherige „neue“ Hendrix-Veröffentlichung über Legacy Records, „Valleys Of Neptune“ (03/2010), mit den letzen Aufnahmen der 1970 reformierten Jimi Hendrix Experience befasste, sind diesmal Einspielungen an der Reihe, die u.a. zusammen mit Stephen Stills (Bass), Buddy Miles (Drums), Billy Cox (Bass) und dem zweiten Gitarristen (!) Larry Lee gemacht wurden. Darüber hinaus probierte Hendrix erstmalig mit Blas- und Tasteninstrumenten herum, was sich natürlich nachhaltig auf den Sound auswirkte.

Abgesehen von der leisen Überspielung der 12 Tracks, ist „People, Hell And Angels” in Sachen Klang absolut auf der Höhe. Übermäßiges Rauschen ist deshalb kein Problem. Und selbst wenn die Hendrix-Hardcore-Fans und die neutral-interessierten Hörer den einen oder anderen Song bereits kennen sollten („Izabella“ und „Villanova junction blues“ spielte Hendrix zum Beispiel schon 1969 auf dem Woodstock Festival), ist dieses Album für eine komplette Hendrix-Sammlung unverzichtbar!

So gibt es eine doppelt solange Fassung des Instrumentals „Easy blues“ zu bestaunen, das man ursprünglich von der posthum veröffentlichten „Nine To The Universe“-Scheibe aus dem Jahr 1980 kennt. In dem R&B-Track „Mojo man“ treten Albert und Arthur Allen (aka Ghetto Fighters) anstelle Hendrix‘ als Gesangsduo in Erscheinung und in dem abenteuerlich schnell gespielten Funkrocker „Let me move you“ spielt Lonnie Youngblood ein grandioses Saxofonsolo. Es gibt Instrumentalstücke wie „Inside out“ zu hören, bei denen Hendrix seine Gitarre über einen Orgel-Verstärker laufen lässt und fesselnde Bluesstücke wie „Hear my train a comin‘“, das sich wie ein stampfender Mississippi-Dampfer durch die Fluten quält. Heißt unterm Strich: Pflichtkauf!

Anspieltipps:

  • Earth blues
  • Hey gypsy boy
  • Let me move you
  • Hear my train a comin‘

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