Saxon - Sacrifice - Cover
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Saxon Sacrifice


  • Label: UDR/EMI
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Gestern Wacken, heute der CD-Spieler und morgen die Welt!

Die leichteste Vorgehensweise mit der neuen Scheibe der niemals müden Rockopas von Saxon wäre wohl die Kritik der letzten Platte „Call Of Arms“ zu übernehmen. Nachdem die fürs Genre nicht allzu betagten Herren auch letztes Jahr auf Wacken wieder unter Beweis stellen konnten, dass da auch noch Blut durch ihre Venen gepumpt wird, ist es schon wieder Zeit für ein neues Album. Ohne Zusatzmaterial sind das zwar gerade mal knappe 40 Minuten, doch die haben es gewohnt souverän in sich.

Zwar bleiben die Titel der Lieder weiterhin so stereotypisch, dass es wehtut und der „off“-Counter in die Höhe schnellt, doch dafür bleibt auch der Inhalt so kompromisslos altmodisch, wie man es von Saxon gewohnt ist. Da werden Rennbahngeräusche aus der Konserve abgespielt, dass es Fans von moderner Rockmusik nur so graust (so wie sie das Wort graust selbst grausen dürfte). Ansonsten sind lange und ausgiebige Gitarrenriffs der ersten Klasse angesagt und fürs große Stadion immer wiederkehrende Gäste des Albums. Nach dem pompösen PC-Orchester-Opener „Procession“ darf man sich den Titel aussuchen. Die Melodien stimmen durchgängig, sodass man vom Titeltrack bis zum bitteren Ende „Standing In A Queue“ keine Gelegenheit bekommt, die Luftgitarre abzulegen und die Refrains mit zu kreischen.

Das ist purer Metal, der selten die Höhen der Legenden des Genres erreicht, aber so unverschämt kurzweilig von einem zum nächsten Track rockt, dass sich auch „Sacrifice“ wieder gewaschen hat. Sogar wenn das Tempo wie in „Walking The Steel“ gedrosselt wird, bekommt das Album keine Längen und lässt selbst die grauesten Nachmittage in Metal-Kurzkonzerte verwandeln.

Die Bonus-Disc hätte man sich bis auf die zwei Akustik-Versionen schenken können („Requiem“ ist ein Genuss!), doch wenn man über die grauenhaft schlechte „Orchester“-Version von „Crusader“ hinwegsehen kann, ist selbst dieses dürftige Extra noch ein Gewinn. So muss man sich nicht weiter entschuldigen und/oder rechtfertigen, wenn man sich zu Saxon bekennt, die quantitativ und qualitativ auch heute noch ihren Standard erreichen.

Anspieltipps:

  • Sacrifice
  • Walking The Steel
  • Requiem (Acoustic Version)

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