Leddra Chapman - Telling Tales - Cover
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Leddra Chapman Telling Tales


  • Label: Dramatico/Rough Trade
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
3.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Und wieder ein neues, junges, weibliches Gesicht auf dem Dramatico Label.

Während die englische Nachwuchskünstlerin Leddra Chapman (23) derzeit an ihrem zweiten Album arbeitet, wird hierzulande erst einmal das bereits im November 2009 als Download-Album und später auch als normale CD erschienene Debüt „Telling Tales“ auf den Markt gebracht. Dazu wurde das sehr verspielt wirkende Blümchen-Cover der britischen Originalausgabe gegen ein aussagefähigeres Portraitfoto des hübschen Mädchens aus der 45.000-Einwohner-Stadt Brentwood im Südosten Englands ausgetauscht und das Dramatico Label (u.a. Marianne Faithfull, Katie Melua, Sarah Blasko, Caro Emerald) als Vertriebspartner gefunden.

Leddra Chapman begann schon sehr früh mit der Musik. Bereits mit 12 Jahren schrieb sie ihre ersten eigenen Songs und trat als 15-Jährige auf lokalen Festivals auf. Überregionale Bekanntheit erlangte die Sängerin und Songschreiberin durch ihre MySpace-Präsenz, während sie parallel einem Musikstudium am College Of Music in London nachging. An ihrem Debütalbum arbeitete sie zusammen mit dem Produzenten und Arrangeur Peter John Vettese (u.a. Simple Minds, Dido, Annie Lennox, Pet Shop Boys, Melanie C), der dem Mädchen mit der Akustikgitarre eine moderne Pop-Produktion angedeihen ließ, durch die die meisten der zehn Songs eine gute Portion Radio- und Hitparadentauglichkeit mitbekommen haben.

Anfänglich gestaltet sich „Telling Tales“ als ein etwas unscheinbares Werk, das sich auf kompositorischer Seite nicht unbedingt als abwechslungsreich und vielseitig erweist. Es ist zwar deutlich herauszuhören, dass Songs wie der Opener „Story“ oder auch „A little easier“ mit Blechbläsern und Streichern aufgemotzt wurden, doch dies ändert nichts an dem Eindruck, dass Leddra Chapman kaum durchschlagende Argumente liefert, mit denen sie in der Songwriter-Pop-Sparte aus der breiten Masse herausstechen könnte. Doch dann gesellen sich mit „Picking oranges“, „Fooling myself“, „Jocelin” und allen voran „Saving you“ doch noch ein paar Stücke dazu, die – vergleichbar mit Dido – stärker im Pop verankert sind und eine stilistische Richtung vorgeben, mit der die junge Engländerin auf lange Sicht in der Liga von Katie Melua mitspielen könnte.

Anspieltipps:

  • Jocelin
  • Saving you
  • A little easier
  • Fooling myself

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