Amelia Curran - Spectators - Cover
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Amelia Curran Spectators


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Künstler des Labels Six Shooter Records erscheinen in Deutschland per Lizenzdeal auf Blue Rose Records. Amelia Curran ist im ersten Rutsch dabei.

Seit ihrem Debütalbum „Barricade” aus dem Jahr 2000, hat die junge Kanadierin Amelia Curran inzwischen fünf weitere Longplayer aufgenommen, die seit ihrem vierten Album „War Brides“ (2006) auf dem Label Six Shooter Records erscheinen, das wiederum eine Lizenzvereinbarung mit dem deutschen Label Blue Rose Records hat. Somit werden die Alben der Shooter-Records-Künstler wie eben Amelia Curran oder Jenn Grant und Whitehorse (um nur zwei Beispiele zu nennen) nun auch offiziell in Deutschland veröffentlicht.

Six Shooter wie auch Blue Records stehen mit ihren Acts seit vielen Jahren für einen qualitativ hochwertigen Genre-Mix aus Folk, Americana, Country, Blues und Roots-Rock. Auch Amelia Curran, die Neil Young, Tom Waits und Leonard Cohen zu ihren größten Einflüssen zählt, passt mit ihrer stilistischen Mischung aus Singer/Songwriter-Themen, traditionellen Americana-Klängen und Indie-Pop wie gemalt in die Strukturen beider Labels.

„Spectators“ ist das besagte sechste Album von Amelia Curran. Es erschien in Kanada im Oktober des vergangenen Jahres und erwischte damit die perfekte Jahreszeit für den ruhigen und getragenen Herbst-Sound der zehn im Alleingang geschriebenen Songs. Ähnlich wie Label-Kollegin Jenn Grant vertraut auch Amelia Curran auf eine durchaus typische Americana-Instrumentierung mit Bouzouki, Akkordeon, Piano, Streichern und Bläsern, biegt aber nicht in Richtung Songwriter-Pop ab, sondern bleibt den klassischen Singer/Songwriter-Pfaden treu.

Dies ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass die Stücke der in Halifax lebenden Sängerin und Songschreiberin zumeist kleine, intime Geschichten über die düsteren Themen des Lebens wie Einsamkeit, Verlust und Ungewissheit erzählen und folglich kein großes Brimborium benötigen. Dennoch schmückt Amelia Curran ihre Songs mit gefühlvollen Melodien und ebenso zarten wie geschmackvollen Arrangements aus, die wunderbar zu ihrem warmen Gesangsstil passen.

Fazit: Auch wenn die Lieder der Kanadierin keine Spaßgranaten sind, entfachen sie mit ihrer dunklen Attitüde (man achte z.B. auf das Gewittergrollen in „The great escape“, die schweren Orgelklänge in „San Andreas fault“ oder die traurigen Bläser in „In a town“) dennoch eine besondere Anziehungskraft, der sich nur schwer zu entziehen ist.

Anspieltipps:

  • Years
  • Strangers
  • The modern man
  • Blackbird on fire
  • San Andreas fault

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