Jenn Grant - The Beautiful Wild - Cover
Große Ansicht

Jenn Grant The Beautiful Wild


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Künstler des Labels Six Shooter Records erscheinen in Deutschland per Lizenzdeal auf Blue Rose Records. Jenn Grant macht den gelungenen Anfang.

Wenn es um Künstler aus den Bereichen Americana, Folk, Country, Blues und Roots-Rock geht, ist in Deutschland stets das Label Blue Rose Records aus Abstatt zur Stelle. Jüngst schlossen die Süddeutschen einen Kooperationsvertrag mit dem kanadischen Label Six Shooter Records, auf dem u.a. Amelia Curran, The Beauties, Whitehorse und Trampled By Turtles ihre Platten auf den Markt bringen. Der erste Rutsch neuer Longplayer aus dem Lizenzdeal steht nun zur Veröffentlichung an und beinhaltet unter anderem das vierte Studioalbum „The Beautifil Wild“ der 32jährigen Kanadierin Jenn Grant.

Prinzipiell legt Jenn Grant mit ihrem vierten Werk ein lupenreines Songwriter-Pop-Album vor, das sich nur in wenigen Augenblicken unter dem stilistischen Deckmantel des Americana einsortieren lässt. Zwar ist die Instrumentierung mit Kontrabass, Pedal Steel Gitarre, Mundharmonika, Banjo, Sitar, Bläsern und Streichern sehr deutlich in der typischen Americana-Welt angesiedelt, doch die Art, in der Jenn Grant ihre Lieder komponiert, beinhaltet durchaus poppige Züge.

So ist der Opener „The fighter“ noch relativ klar im Country- und Folk-Genre verortet, doch schon mit dem Piano-getriebenen „I’ve got your fire“ fliegen die Grundsätze des Americana über Bord und Jenn Grant taucht in einen poppingen Rhythmus und einen hymnischen Refrain ein, die allerbestes Crossover-Potenzial besitzen. Mit dem beeindruckend gesungenen „I want you back“ stattet die Kanadierin Adele einen Besuch ab und das von Sitar- und E-Gitarrenklängen getragene „Gone baby gone“ gefällt als geheimnisvolle Schamanen-Beschwörung.

Auf diese Weise entwickelt sich „The Beautiful Wild“ mit zunehmender Spieldauer zu einem abwechslungsreichen und angenehmen Hörgenuss, der im überraschenden Finale mit einer Coverversion des „Rocky IV“-Kinofilm-Themas „Eye of the tiger“ als zarte Pianoballade nochmals gesteigert wird. Spätestens jetzt hat Jenn Grant den Hörer im Sack und Blue Rose Records für ihren guten Riecher einen weiteren Stein im Brett.

Anspieltipps:

  • The fighter
  • Eye of the tiger
  • I want you back
  • I’ve got your fire

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
Diskutiere über „Jenn Grant“
comments powered by Disqus