Wheeler Brothers - Portraits - Cover
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Wheeler Brothers Portraits


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Folk-Nachwuchs im Stil von The Lumineers, The Avett Brothers und natürlich Mumford & Sons!

Bei „Portraits” handelt es sich um das Debütalbum der Wheeler Brothers (sprich: Nolan, Tyler und Patrick Nolan sowie Danny Matthews und A.J. Molyneaux) aus Austin, Texas, das in den USA bereits im Sommer des Jahres 2011 veröffentlicht wurde und nun auch bei uns über Blue Rose Records offiziell auf den Markt kommt. Das Quintett ist im Bereich des zurzeit extrem angesagten Alternative Americana (Wilco, My Morning Jacket) bzw. Folk-Rock/Pop (vergleiche: The Lumineers, The Avett Brothers und natürlich Mumford & Sons) unterwegs und schließt sich damit einem gründlich renovierten Genre an, das bis vor kurzem noch als verstaubt und langweilig galt.

Doch nicht so bei den Wheeler Brothers, bei denen sogar späte BritPop-Einflüsse, die Dringlichkeit der Kings Of Leon und all die kleinen, verspielten Nu-Folk-Zutaten wie Trompeten, Piano, Glockenspiel, Banjo, E-Gitarren und Chorgesang auszumachen sind, mit denen aus einem guten ein sehr guter Song wird. Das klappt freilich nur, wenn eine Band wie das texanische Quintett auch das Talent besitzt, diesen vermeintlichen Zierrat so zu arrangieren, dass daraus spannende und zugängliche Songs gedeihen, die der alten und der neuen Folk-Gemeinde gefallen.

Die Wheeler Brothers sind vielleicht noch nicht so großartig wie Wilco und auch noch nicht so zielsicher wie Mumford & Sons, aber die 13 Songs der deutschen Version ihres 2011er Debütalbums (immerhin zwei mehr als beim Original!) machen sehr schnell klar, dass diese Band bereits in diesem frühem Stadium ein sehr großes Potenzial mitbringt. So zaubern die Musiker aus dem anfänglich etwas bieder wirkenden Opener „Long, hard road“ einen packenden Folk-Rocksong, sie reichen einen finsteren Walzer im Stile Tom Waits‘ an („Ghost in the valley“), lassen in „Mississippi“, „Home for the holidays“ und „Jersey“ überschwänglich die Gitarren krachen und rühren mit der Melodie von „Save the nightly (too young)“ zu Tränen.

Fazit: Mit „Portraits“ ist den Newcomern aus Austin ein tolles Debüt gelungen, das die Nu-Folk-Szene bereichert und den Fans von Mumford & Sons eine weitere interessante Alternative bietet.

Anspieltipps:

  • Portraits
  • Mississippi
  • Long, hard road
  • Ghost in the valley
  • Call me in the morning

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