Robert Vincent - Life In Easy Steps - Cover
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Robert Vincent Life In Easy Steps


  • Label: Demon Blue/ALIVE
  • Laufzeit: 57 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein neuer Stern am britischen Singer/Songwriter-Himmel!

Der Singer/Songwriter Robert Vincent aus Liverpool wusste bereits vor seinem fünften Lebensjahr, dass er Musiker werden würde. Er wuchs mit den Klängen von Johnny Cash, The Beatles und Pink Floyd auf. Seine ersten musikalischen Schritte unternahm er mit 16 Jahren in lokalen Bands und war darüber erstaunt, dass alle nur Coverversionen spielen wollten und keine eigenen Songs. Als er als Roadie arbeitete, fand er Zeit, seine ersten Lieder zu komponieren. Im Alter von 17 Jahren wurde Vincent Vater und musste plötzlich viel mehr Verantwortung als Gleichaltrige tragen. Demzufolge spielte Musik zunächst eine untergeordnete Rolle. Dennoch gab es trotz diverser Jobs immer eine Band, in der er aktiv war und 2007 spielte er mit der Gruppe Night Parade ein Album ein, das jedoch nie das Licht der Welt erblickte.

Schließlich begann Robert Vincent mit dem Grammy-Gewinner Pete Smith zusammenzuarbeiten. Smith war der Co-Produzent von Stings „Dream Of The Blue Turtles“ und nahm mit Vincent das nun vorliegende „Life In Easy Steps“ auf. Robert Vincent ist ein Träumer im positiven Sinn, er glaubt an die heilende Wirkung von Musik und dass sie die Menschen in einer ichbezogenen Welt zusammenführen kann.

„Life In Easy Steps“ startet mit dem Titel „Light Of The Stars“, der von Piano, akustischer sowie elektrischer Gitarre sowie Vincents emotional tremolierender Stimme getragen wird. Hinzu kommen prägnant gesetzte Backgroundstimmen und behutsame, im Hintergrund bleibende Orgelklänge. Auf „Burns (Like Cotton In The Fields)“ schließt sich dem eine wimmernde Pedal Steel an und führt uns einen im mittleren Tempo wiegenden Country-Pop-Song vor. Dagegen lässt es Vincent auf dem auch als Single erhältlichen „Riot’s Cry“ im Stile der Traveling Wilburys rocken. Auf „Blue“ wirkt er in manchen Passagen wie ein extrovertierter Damien Rice, der Titelsong und „The Passage“ spielen mit Johnny Cashs Boom-Chick-A-Boom-Rhythmus.

Wiederholt erinnert Robert Vincents eindringliche Stimme auch an Ray LaMontagne, sein Eklektizismus an Van Morrison. Die Verbindung von Stilen wie Country, Folk, Soul, Britpop und Americana gelingt ihm beeindruckend leicht. Dabei versteht er es, seine Balladen zwischen Americana- und BritPop-Songwriting perfekt auszubalancieren. Zum Heulen schön gerieten „Who Are You To Say“, „Demons“, „Heaven Knows“, „My Pill“ und „Second Chance“, das mehr als würdige Finale mit hymnisch-feinsinnigen Streicherarrangements. Die vier Titel der zweiten Disc „More Steps“ sind Aufnahmen aus der Zeit vor dem Debütalbum und beweisen die frühe Meisterschaft des englischen Singer/Songwriters. Insgesamt betrachtet ein sehr starkes, geradezu beeindruckendes Debüt!

Anspieltipps:

  • Burns (Like Cotton In The Fields)
  • Who Are You To Say
  • Demons
  • Second Chance
  • How Do You Sleep

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