Asian Kung-Fu Generation - Landmark - Cover
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Asian Kung-Fu Generation Landmark


  • Label: Kioon Music Inc.
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Stell' dir vor, es gibt guten J-Rock und keiner hört hin...

Die Asian Kung-Fu Generation war lange Zeit ein Luxus für deutsche Ohren. Import-CDs lassen sich oft nur über viele Umwege zu guten Preisen finden und wer diese Geduld gar nicht erst mitbringt, gibt nicht in Deutschland erschienene Platten im Vorhinein auf. Dabei sollte das doch gar kein Problem mehr sein, in einer Zeit, die uns digitale Releases im Internet ermöglicht. So steht bei vielen Anbietern scheinheilig der 12. September 2012 als Release-Datum zum neuesten Output der Rockgruppe aus Japan. Dabei dauerte es bis zu einem Monat, bis der unkomplizierte Download angeboten wurde. Das Warten hat sich aber auch wieder gelohnt.

Ihre Hoch-Zeit hatte die Band mit ihren Alben „Sol-Fa“, „Fan Club“ und „World World World“. „Magic Disk“ konnte die hohe Qualität der Vorgänger nicht halten und enttäuschte etwas. Restzweifel, ob der Band der Appetit an neuen Weiten vergangen ist, kann das neue Album „Landmark“ jedoch in Windeseile beseitigen. Den Fans sind die Tracks „All Right Part 2“ und „N2“ zwar schon bekannt, doch das tut der Hörfreude keinen Abbruch. Der Opener gibt noch immer eine Vorzeige-Rocksingle ab und „N2“ legt seine B-Seiten-Ursprünge durch viel Groove und Kraft schnell ab.

Der geistige Opener des Albums folgt mit „1.2.3.4.5.6. Baby“. Wenig Text, simpel gestrickt, aber eine Melodie, die Hörerohren in Stimmung versetzt und auf den wahrscheinlich besten Pop-Song der Band bis dato vorbereitet. „A & Z“ hat von geheimnisvollem Gesang in den Strophen, tollen Rhythmen und Falsetto-Refrain alles, was einen Pop-Song interessant machen kann. Dafür zeigen alle möglichen Daumen nach oben. Solch vielfältige Stücke machen auch das Salz in „Landmark“ aus, ohne das Album verkopft wirken zu lassen.

Emotionen werden zu den einsamen Gitarrenakkorden in „Bicycle Race“ geschürt und „Machine Guns And Adjectives“ wirkt wie der raue und urbane Bruder des bereits angesprochenen „A & Z“. Solche Tracks werden immer wieder von stringenten Ohrwurm-Singles aufgelockert (z.B. „Well Then, See You Tomorrow“ und „Railroad“), die nie nach Füllmaterial klingen, sondern der Stimmung des Albums zugute kommen. Natürlich wird ein „Oceanic Route“ nicht die Stufe einer Vollblut-Rockballade wie „Clicking My Heels To Love“ erreichen, doch die Mischung ermöglicht ein unglaublich gut gestricktes Album. Allen Sprachbarrieren zum Trotz muss man bei so einer geballten Ansammlung gelungener Melodien abermals den Hut ziehen.

Anspieltipps:

  • Clicking My Heels To Love
  • A & Z
  • Well Then, See You Tomorrow

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