Ancient VVisdom - Deathlike - Cover
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Ancient VVisdom Deathlike


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Was aussieht wie ein Death-Metal-Album, entpuppt sich als Akustikgeklimper im Schlafrock.

Das amerikanische Trio Ancient VVisdom aus Austin, Texas (übrigens: nur echt mit dem doppelten „V“ im Namen!), bestehend aus Nathan Opposition (Gesang, Keyboards, E-Gitarre), Michael „The Dark Angel“ Jochum (E-Gitarre) und Justin „Ribs“ Mason (Akustikgitarre), gibt sich auf seinen Plattencovern und mit seinen ongtiteln auf den ersten Blick wie eine x-beliebige Death-Metal-Band zu erkennen und veröffentlicht ihre Werke über das als klassisches Heavy-Metal-Label bekannte Prosthetic Records, macht aber überwiegend akustisch-düstere Rockmusik mit Harmoniegesängen und null metallischem Anteil. Da nennt man wohl die perfekte Irreführung.

Das nennt man wohl perfekte Irreführung. Oder auch Fischen in fremden Gewässern. Denn so ein Totenkopfheini mit der Sense des Todes in der knochigen Flosse, kann bei dem einen oder anderen Doom- und Metal-Fan durchaus einen spontanen Impulskauf auslösen. Allerdings ist zu befürchten, dass der geneigte Spontankäufer bei Titeln wie „Death or victory“ oder auch „Let the end begin“ durch hippiesekes Glöckchenläuten bzw. Studenten-Indie-Pop vor Schreck vom Stuhl kippt.

Keine Frage, etwas weniger Geklimper auf der akustischen Gitarre und esoterisch angehauchte Gesänge hätte dem zweiten Album der Texaner besser getan. Denn Ancient VVisdom sind immer dann richtig gut, wenn sie ihre atmosphärischen Klangwelten mit angezerrten E-Gitarren garnieren („Here is the grave“) und/oder wolfartiges Geheule á la Glenn Danzig oder The Cult in ihre Tracks einbauen („Never live again“). So aber befinden wir uns mit „Deathlike“ weniger auf einem Rockalbum, als vielmehr in einem gepflegten Entspannungsschlaf.

Anspieltipps:

  • Never live again
  • Here is the grave
  • Let the end begin
  • Far beyond good & evil

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